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Let's learn!


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 Let's learn!

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Alison DiLaurentis

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BeitragThema: Let's learn!    Fr Jun 30 2017, 00:41

LET'S LEARN!
Raphael Schneider & Alison DiLaurentis


Ich schnappte mir meine gepackte Tasche vom Beifahrersitz des Autos und schloss anschließend meinen Wagen ab.  Danach drehte ich mich in Richtung des Schulgebäudes um und setzte mich in Bewegung. Der Kurs begann in ein paar Minuten und ich wollte natürlich nicht zu spät kommen. Gerade beim ersten Zusammentreffen mit dem Kurs sollte man einen guten Eindruck hinterlassen und sich zu verspäten trug bestimmt nicht zu einem positivem Urteil bei. Während ich so durch die Gänge eilte, kam ich an einigen Spinden meiner Schüler vorbei. Dabei erinnerte ich mich besonders an eine ganz bestimmte Schülerin und ich seufzte mit einwenig angespannter Miene. Besagtes Mädchen war gewiss kein unschuldiger Engel und zu meinem Bedauern mir in vielerlei Hinsicht ähnlich. Jedenfalls so wie ich früher war. Als ich selbst noch die Schulbank drückte, galt ich als Schulzicke und dieses Mädchen befand sich auch auf diesem Weg. Damals tat ich vieles was ich heute bereue und könnte ich alles nochmal durchleben, würde ich mich sicher anders entscheiden. Ich war ein schrecklicher Mensch und verdiente gewiss einiges was ich in den letzten Jahren durchgemacht hatte. Doch jeder verdiente eine zweite Chance und konnte sich ändern. Es dauerte eine Zeit, aber ich ergriff diese Chance und änderte mich. Natürlich war ich immer noch ich, aber ich wurde ein besserer Mensch und versuchte mich nicht mehr so gemein wie früher zu benehmen. Neben meiner Vergangenheit und meinen Freunden hat mich noch etwas anderes geprägt und diesen Wandel bewirkt. Naja, es handelte sich genauer gesagt um eine Person, Emily. Seit Jahren gehörte sie zu meinen besten Freundinnen, doch zwischen uns hatte es sich schon immer anders angefühlt. Ich wusste seit unserer ersten Begegnung, dass ich auf sie zählen konnte und wie sie mich ansah... Mittlerweile konnte ich über meinen Schatten bringen und war bereit die Wahrheit zu zugeben. Ich liebe sie. Wir sind nach all den Jahren endlich zusammen kommen und erwarten sogar Zwillinge. Wie das geht? Als mein Exmann mich glauben ließ, dass ich den Verstand verlor und ich mich deshalb selbst einwies, wurde ich nicht nur von ihm anschließend gequält. Archer arbeitete dort, wurde folglich meiner Behandlung zugeteilt und schaffte es so unbemerkt mich zu quälen. Er glaubte ich hätte meine Cousine getötet und wollte mich aus diesem Grund bestrafen. Archer war mit ihr zusammen gewesen und deshalb wollte er Rache. Aber das erfuhr ich erst als es schon zu spät war. Ich wusste noch nicht einmal seinen echten Namen. Es waren alles nur Lügen und ich war genau darauf hinein gefallen. Das war das schlimmste für mich. Ich besaß keinerlei echter Erinnerungen an uns. Denn von seiner Seite war es nie echt gewesen.

Aber auch A.D. schaffte es mit mit Wrens Hilfe ebenfalls in die Anstalt und setzte eines nachts ihren Plan mit Wren um. Während einer Operation wurden mir Emilys Eizellen eingesetzt, die vorher von Wren befruchtet worden waren. Daraufhin wurde ich mit den Zwillingen schwanger. Da ich mich erst nicht an den Angriff erinnerte, dachte ich die Babies wären von Archer. Durch einen schockierenden Hinweis von A.D. erfuhr ich dann die Wahrheit. Zusammen mit Emily beschloss ich die Kinder zu bekommen und eine Familie zu gründen. Auch, wenn ich es mir anders vorgestellt hatte, war ich mittlerweile froh diese Chance auf eine Familie zu erhalten. Ich wollte die Kinder bekommen und sie mit meiner Freundin zusammen aufziehen. Ich war glücklich und hoffte in der neuen Welt auf ein schönes Leben mit den Menschen die ich liebte. Aber ich schweife ab. Mit zu diesem Leben gehört es meinem Beruf als Lehrerin weiterhin auszuüben und das tat ich ander Fair Haven High School. Vor kurzem wurde ein Projekt aufgebaut, dass freiwillig beteiligte Lehrer dieser Schule leiteten. Dabei handelte es sich um  einen Englischkurs leiteten. Jeder der Interesse hatte konnte sich eintragen, egal ob Schüler oder nicht. Ich brachte mich in diese Idee ein und würde heute einen solchen Kurs geben.

Als ich das Zimmer erreichte, begrüßte ich freundlich die bereits eingetroffenden Interessenten und schrieb anschließend in der verbliebenden Zeit ein paar Aufgaben an die Tafel, welche gleich wichtig für den Unttericht sein würden. Pünktlich klingelte es zum Kurzsbeginn und ich stellte mich der Klasse vor. Ich positionierte mich vorher vor meinem Tisch und deutete kurz auf meinen Namen, den ich ebenfalls auf die Tafel geschrieben hatte. "Hallo! Wie ihr dort lesen könnt, bin ich Miss DiLaurentis und ich werde den heutigen Kurs unterrichten. Ich freue mich, dass ihr alle hier seit und zusammen mit mir euer Englisch auffrischen wollt.", begann ich höflich. "Aber keine Sorge, ich werde es nicht zu trocken machen. Ich weiß aus meiner eigenen Schulzeit noch, dass die Klingelzeichen das wahrscheinlich schönste an dem Tag sind.", fügte ich scherzhaft hinzu und schaute lächelnd in die Runde.
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Raphael Schneider

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BeitragThema: Re: Let's learn!    Fr Jun 30 2017, 01:25

Es war schon völlig verrückt. Da wollte ich meine letzte Szene als Andy spielen und landete plötzlich in einer völlig anderen Welt. Das Schlimmste aber war, daß es scheinbar keinen Rückweg gab. Das war schon ziemlicher Mist. Denn meine ganzen Freunde und Serienkollegen waren in Berlin. Und „Private Life“ auch. Wie sollte ich denn jetzt weiter machen können? Ich wollte mich doch mehr auf meine Musik konzentrieren, aber das war jetzt nicht mehr möglich. Allerdings konnte ich mir nicht vorstellen, daß ich hier für immer bleiben mußte. Irgendwann kam ich doch sicher wieder zurück. Aber wenigstens war man nicht im Nirgendwo gelandet. Denn hier gab es alles, was es in Berlin auch gab. Und nicht nur das, es gab sogar andere ländlichere Orte. Das war auch sehr gut für „Oskar“. Er war der Einzige, der mitgekommen war. Na wenigstens etwas.

Irgendwie mußte ich mich ja beschäftigen. Musik konnte ich zwar alleine machen, aber das wäre völlig sinnfrei ohne Band. Ich merkte, daß diese Welt sehr auf Amerika ausgelegt war. Man kam sich vor, als wäre man dort. Gerade Sunrise Underground, das hatte schon etwas von New York. Deshalb kam ich auf eine völlig verrückte Idee. Ob das hier was bringen würde, wußte ich zwar nicht, aber ich dachte mir, ich könnte ja vielleicht mal wieder mein Englisch etwas auffrischen. Es konnte schließlich nie schaden. Deshalb hatte ich mich auch in Fair Haven für einen Englischkurs eingeschrieben, der ab morgen Nachmittag anfing. Zeit hatte ich ja nun wirklich genug. Die Frage war nur, wohin mit „Oskar“ für die Zeit? Ach, was sollte es. Mußte er halt mit. Ich schleppte ihn eh überall mit hin. „Oskar“ durfte auch im Studio überall sein. Sogar mit zum Drehen nahm ich ihn. Aber ich war eben ein echter Hundenarr. Nicht jeder fand das so toll, aber schließlich wurde es mir immer erlaubt. Es würde auf jeden Fall ziemlich komisch werden, wenn ich nicht mehr jeden Tag ins Studio konnte.

Am nächsten Tag machte ich mich mit dem kleinen Mischling auf den Weg nach Fair Haven, was nicht gerade einfach war, denn natürlich wurde ich im Bus oft erkannt und hatte so meine Mühe, durchzukommen. Als ich es aber doch nach etlichen Autogrammen endlich zur Schule geschafft hatte, mußte ich erstmal überlegen, wo ich hin mußte. Als ich den Raum gefunden hatte, leinte ich „Oskar“ erst einmal an. Ich erschrak ein wenig, als ich Stimmen hörte. Mist, die hatten schon angefangen. Man würde mir doch nie glauben, daß ich wegen einer unfreiwilligen Autogrammstunde zu spät kam. Ich klopfte leise an, wartete auf ein „Herein“ und betrat dann den Klassenraum. „Guten Tag Miss DiLaurentis!“, begrüßte ich die Lehrerin förmlich und hatte gerade auf der Tafel ihren Namen gelesen. „Ich bin Raphael Schneider und wurde leider ein wenig aufgehalten!“, meinte ich etwas schuldbewusst. Es klang nicht sehr glaubhaft. Aber ich hatte auch keine Lust, am ersten Tag schon einen Tag ins Klassenbuch zu bekommen. Ich kam mir gerade wirklich wieder wie ein kleiner Junge vor, der noch zur Schule ging.

In der Klasse ging das Getuschel los. Ein Raunen ging durch den Raum. „ANDY!“, riefen ein paar Mädels. „DAS GIBT’S JA GAR NICHT!“ Ich errötete ein wenig und hoffte, daß die Lehrerin für Ordnung und Ruhe sorgte. Mist, ich wollte doch einfach nur mein Englisch auffrischen. Einige waren aufgesprungen und kamen zu mir. „Darf ich den mal streicheln?“ Mir war das Ganze ja schon ein bißchen peinlich. „WIE GEIL! DASS DU AUCH DA BIST!“ Mir tat nur die arme Lehrerin leid. Ich sagte erstmal gar nichts. „Du kommst natürlich zu mir!“ Sie kloppten sich ja fast drum, wer neben mir zu sitzen kam.
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Alison DiLaurentis

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BeitragThema: Re: Let's learn!    Mi Jul 05 2017, 00:30

Als ich gerade angefangen hatte mit dem heutigen Stoff zu beginnen, klopfte es an der Tür und ich hielt kurz inne um den Nachzügler zu uns herein zu bitten. Natürlich fiel es nicht gut auf, dass er zum Unterricht zu spät kam, aber wenigstens war er noch erschienen. Man musste schließlich nicht aus einer Mücke einen Elefanten machten. Außerdem entschuldigte er sich in höflicher Weise, was die Sache für mich beendete. Auch wenn ich ihm ehrlich gesagt seinen Grund nicht abkaufte. Ich hatte Jahre damit verbracht Lügen nicht einfach nur zu erzählen, sondern auch zu leben. Dieser Teil meines Lebens war zwar vorbei, aber natürlich nicht vollkommen aus mir verschwunden. Mich konnte man daher nur schwer anlügen. Ich will nicht behaupten, dass ich jede Lüge erkennen würde. Aber ich besaß wohl ein besseres Gespür dafür als so manch anderer Lehrer oder Schüler. "Hallo Raphael. Kein Problem, ich werde sie gleich in der Anwesenheitsliste nachtragen. Nur lassen sie das nicht nocheinmal vorkommen." erwiderte ich und fügte den letzten Satz in einem ernsteren Tonfall hinzu.

Wenige Augenblicke nach seinen Eintreffen, brach allmählich das Chaos aus. Mein neuer Schüler schien anscheinend vielen der anderen bekannt zu sein. Das war grundsätzlich natürlich nichts schlimmes, aber ich hieß es aus offensichtlichen Gründen natürlicht nicht gut, wenn dadurch eine Unruhe im Klassenzimmer entstand. Mit einem Blick auf Raphael war mir klar, dass er dies nicht beabsichtig hatte, aber das Kind war sprichtwörtlich bereits in den Brunnen gefallen. Einige verließen ihre Plätze um näher zu ihm zu gelangen und ihn als Banknachbar zu gewinnen. Nach ein paar gescheiterten Versuchen sie darum zu bitten sich wieder zu setzen, ging ich dazwischen und sprach mit einem strengen und ernsten Tonfall um wirklich klar zumachen was ich von ihrem Benehmen hielt. "Sie werden sich sofort zurück auf ihre Plätze begeben.", ich unterstrich diese Ermahnung mit einem strengen Blick und deutete in die Richtung ihrer Stühle. "Oh und ich bin mir sicher Raphael kann selbst entscheiden wo er sitzen möchte. Dafür benötigt er keine Hilfe.", anschließend wandte ich mich wieder an den scheinbar beliebtesten Mann der Stunde und bedeutete auch ihm sich zu setzen.

Ich war nicht darüber auf dem Laufendem um wen es sich bei dem Nachzügler handelte, aber im Moment spielte dies auch keine Rolle. Die Stunde hatte begonnen und musste nun weiter gehen. Auch wenn ich mir ziemlich sicher war noch nicht alle dazu bewegt zu haben ihn Ruhe zu lassen und lieber meinen Ausführungen zu folgen. Ich würde definitiv Hanna nach Raphael fragen müssen, denn sie besaß von meinen Freunden das größte Wissen über Promis. Es sei denn er war Politiker oder Schriftsteller, dann wussten Spencer oder Aria am besten bescheid. Aber das musste bis später warten.

Ich wandte mich wieder der Tafel zu und versuchte mich weiter daran den Anwesenden grundlegende Grammatikregeln beizubringen. Ich wollte diese gleich am Anfang auffrischen damit wir später darauf aufbauen konnten und sich diese Fehler nicht überall einschlichen. Die Vorstellungsrunde lag bereits hinter uns und nach dem Trubel um Raphael war ich mir sicher, dass die meisten sehr genau wussten um wen es sich bei ihm handelte. Da er allerdings einwenig verpasst hatte, drehte ich mich in seine Richtung und meinte: "Falls sie etwas nicht verstehen, sagen sie sofort bescheid. Sie haben nicht viel verpasst, aber trauen sie sich trotzdem nachzufragen, ok?".
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Raphael Schneider

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BeitragThema: Re: Let's learn!    Mi Jul 05 2017, 01:11

Es war mir natürlich schon ziemlich unangenehm, daß ich zu spät in die Stunde kam. Und das auch noch am allerersten Tag. Das machte natürlich keinen guten Eindruck. Aber ich konnte ja nichts dafür, wenn die Fans mich aufhielten. Nur würde mir das die Lehrerin keinesfalls abnehmen, daß ich wegen der Fans zu spät kam. Die würde das natürlich für ein schönes Märchen halten. Aber die Schülerinnen sorgten schon dafür, daß sie es glauben mußte. Denn kaum sahen sie mich, ging das Geschrei los. „Wo ist denn Flo? Hast Du sie auch mitgebracht oder bist Du alleine?“ „Hm, nein, die ist nicht da!“, antwortete ich. „Ist ja schon doof, daß Du stirbst. Wolltest Du das so?“ „Ja, das wollte ich!“ Sie hatten natürlich tausend Fragen und ich hatte Mühe, mich darauf zu konzentrieren. Wer weiß, was die Lehrerin jetzt denken würde. Einer, der gerne sterben wollte? Oh man, das kam gerade ganz schön komisch.

Eigentlich wollte ich ja die Stunde so normal wie möglich erleben, mal als ganz normaler Schüler, aber das konnte ich vergessen. Deshalb fand ich es auch toll, daß die Lehrerin mich sogar ein wenig tadelnd ansah wegen meiner angeblichen Ausrede. Streng meinte sie, sie würde mich gleich in die Anwesenheitsliste eintragen, aber es sollte nicht noch einmal vorkommen. Da kam ich mir wenigstens mal normal vor. So verrückt das auch klang. „Nein, ich versuche es!“ Klar, ich hatte es nicht in der Hand. Was sie jetzt dazu sagen würde? Ob sie es unverschämt fand? Aber ich sagte nur die Wahrheit. Ob ich dann einen Eintrag ins Klassenbuch bekommen würde? „WIE COOL! Andy geht zur Schule! Das gibt’s doch gar nicht. Ausgerechnet hierher! Wenn ich das meinen Freundinnen erzähle, glauben sie mir kein einziges Wort. Die flippen total aus!“ Und natürlich ging es jetzt auch mit der Fragerei und Tuschelei los. Einige zückten sogar ihr Handy und machten ein paar Bilder von mir und Oskar. Auch wenn ich bezweifelte, daß das mit den Bildern wirklich klappte. Es war immerhin ein Handy. „Wir müssen auch unbedingt gleich eins zusammen machen!“ Keine wollte zu kurz kommen. „Und ich will´n Autogramm. Du mußt unbedingt meine Tasche signieren!“, meinte eine. „Und mit Oskar! Wie SÜÜÜÜÜSS! Der muß auch mit aufs Bild!“ Klar, daß sie jetzt die Gelegenheit ausnutzen und mich auch alles fragen wollten, was sie schon immer wollten, ehe ich wieder weg war. In wenigen Minuten war ich von der ganzen Klasse umringt.

Jetzt fing auch noch Oskar an, zu bellen und mit dem Schwanz zu wedeln. Mir war das Ganze doch ein wenig peinlich, bis die Lehrerin nun für Ordnung sorgte, in dem sie ein ernstes Wörtchen mit den Mädels sprach. „AUS, OSKAR, AUS!“ Zum Glück hörte er aufs Wort. „Sehen Sie es mal so, wenigstens haben sie dadurch wieder Spaß an der Schule!“, grinste ich sie an. Die Lehrerin wollte, daß sie alle zurück auf ihre Plätze gingen, aber nicht alle folgten. Die Mädchen waren nur schwer, zu bändigen. Als sie mich sahen, gab es kein Halten. Als ich mich setzen wollte, wollte natürlich jede den Platz neben mir ergattern, aber die Lehrerin meinte, ich könnte wohl selbst entscheiden, wo ich sitzen möchte. Ich mußte grinsen und sah mich um. „Stimmt!“ Nach einer Weile hatte ich gewählt. „Ich denke, ich werde mich hierher setzen.“, sagte ich und hatte nun einen guten Platz gefunden. Ziemlich weit vorne, da ich hoffte, daß sie mich dann in Ruhe ließen. Ich hätte mich zwar gerne neben einen der Jungs gesetzt, aber bei ihnen war ja leider alles besetzt. So ein verdammter Mist. Oskar platzierte ich auf den Stuhl neben mir, da er noch leer war. So konnte sich auch keines der Mädchen hinsetzen. Ich setzte mich absichtlich alleine hin.

Murrend waren auch die Mädchen wieder zurück auf ihre Plätze gegangen, beobachteten mich aber genau und schrieben sich gegenseitig Zettelchen. Offenbar überlegten sie, wie sie am besten an mich rankommen konnten. Ich war doch froh, als sich die Aufregung ein wenig gelegt hatte und die Lehrerin anfangen konnte, mit dem Unterricht. Sie wandte sich mir noch einmal zu und meinte, ich könnte ruhig nachfragen, wenn was unklar war. „Klar, werde ich machen!“, nickte ich und holte meine Sachen raus, um dem Unterricht weiter zu folgen. Aber ich ahnte, daß es nicht lange anhalten würde. Denn ich war hier für die Mädchen Freiwild.
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Alison DiLaurentis

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BeitragThema: Re: Let's learn!    Mi Jul 19 2017, 01:18

Nickend hatte ich Raphaels Versprechen das nächste Mal pünktlich zu erscheinen zur Kenntnis genommen und während ich eine  neue Frage an die Tafel schrieb, hoffte ich, dass dies der Wahrheit entsprach. Er brachte auch so schon genug Trubel in die Klasse, weitere Störungen sollte Raphael daher lieber vermeiden. Auf Dauer könnte es dadurch natürlich Konsequenzen haben, Promi oder nicht spielte in diesem Falle keine Rolle. Jedoch würden auch die überschwänglichen Mädchen nicht ohne weiteres davon kommen, aber ich versuchte eine solche Entwicklung nicht herauf zu beschwören und zu hoffen, dass sich der sprichwörtliche Sturm noch legte. Raphaels momentane Lage in der Sitzordnung trug leider nicht zur Verbesserung des Problems bei. Mir wäre daher beinahe ein Seufzen entwischt als ich seinen ausgewählten Platz bemerkte. Aber eine andere Möglichkeit gab es schließlich nicht und aus diesem Grund mussten wir mit damit einfach vorlieb nehmen. Aber wie erwartet verschwand dererhöhte Geräuschpegel nicht und die noch nicht einmal gut getarnten Zettelchen kam ich mir wieder vor wie in meiner Schulzeit. Ehrlich gesagt war mir das zwar lieber als wenn sie nur auf ihr Handy starren würde, so benutzten sie wenigstens noch einen Stift und wussten wenigstens wie annähernd ein Brief aussah, aber wirklich helfen tat es nicht.

Mein nächster Versuch bestand darin ein Arbeitsblatt zu verteilen, um von ihnen prüfen zulassen was bisher von meinem Stoff hängen geblieben war. Logischerweise konnten sie noch nicht viel ausfüllen. Einerseits durch die nur wenig vorangegangende Zeit, anderseits durch die eher nicht vorhandene Aufmerksamkeit. Normalerweise verminderte diese Methode zumindest geringfügig die Lautstärke und man durfte schließlich noch hoffen, dass heute wenigstens dies funktionierte. Ich besaß sogar einwenig Glück und fr fast zwei Minuten sagte niemand etwas. Erst als mein eigenes Handy einen Ton von sich gab, signalisierte das wohl ein geheimes Kommanda zum weiter reden. Bevor ich auf das Display schaute, bedachte ich Andy mit einem sogleich mitleidigen als auch aufbauenden Blick. Ich kannte mich mit unerwünschter Aufmerksamkeit aus vielerlei Gründen aus und konnte daher einwenig verstehen wie sehr das an die Nerven ging. Klar, das heute besaß andere Gründe, aber dennoch konnte ich Verbindungen ziehen. Am schlimmsten war der Rummel um meine eigene Persönlichkeit nach meiner Rückkehr in Rosewood gewesen. Ich war über viele Monate hinweg zuerst als vermisst und dann als Tod erklärt worden. Natürlich war nicht ich damals in dem Sarg gewesen, aber alle hatten es angenommen. In Wahrheit war ich abgehauen um endlich frei zu sein. Frei von A und seinen grausamen Spielchen. Später hatte sich herausgestellt, dass Mona, eine Schülerin der ich das Leben sehr schwer gemacht hatte, dahinter steckte und sie durch meine Flucht genau das bekommen hatte was sie wollte. Doch in der Nacht in der Mona mir angeblich half vor A zu fliehen war noch mehr passiert. Meine Mutter hatte den Mordanschlag gegen mich mitansehen müssen und mich anschließend, in dem Glauben ich sei tatsächlich gestorben, begraben. Doch das war ich nicht. Ich hatte alles mitbekommen. Meine eogene Mutter begrab mich in der Erde, doch ich konnte mich nicht bewegn, kein einziges Wort sagen um sie wissen zulassen, dass ich lebte. Es war schrecklich und zählte definitiv zu den schlimmsten Momenen meines ganzen Lebens. Lebendig begraben zu werden, das wünsche ich niemanden. Ich war eine grauenvolle Person gewesen, aber hatte ich so einen Tod verdient?

Doch ich hatte es geschafft mich noch zu retten und war anschließend geflohen. Meine Rückkehr löste da natürlich großes Aufsehen auf sich und ich wurde zum Gesprächsthema Nummer eins. Also konnte ich es mir in gewisser Weise vorstellen, dass der Rummel um seine Person eine Belastung sein konnte. Ich wusste es war eine andere Situation, aber wie gesagt, ich konnte es irgendwie trotzdem nachvollziehen. Aber zurück zum Handy. Als ich die Nachricht öffnete, hätte ich beinahe laut aufgelacht. Hanna schrieb in ihrer SMS ob sich tatsächlich  Raphael Schneider in meinem Klassenzimmer befand. Daneben reihten sich eine Reihe von Smileys unterschiedlichster Art. Ich lachte leise und schrieb ihr natürlich wahrheitsgemäß zurück, was eine weitere aufgeregte Nachricht nach sich zog. Sie klärte mich daher natürlich nach meiner Frage um wen es sich bei ihm handle sofort auf und zack war ich wahrscheinlich über so zimlich alles auf dem Laufenden was es zu wissen gab oder zumindest über das was in eine Handynachricht passte und nicht die Zeichenbregrenzung sprengte. Aber es war auf alle Fälle genug.

Jedoch kam ich nicht dazu alles zulesen, da ich registrierte wie sich eine der jüngsten Personen, selbstverständlich weiblich, an Raphael heran schlichen. Zum Glück war der Hund ihr im Weg und so versperrte es der blonden Schülerin den freien Platz neben ihm. "Cassie setz dich bitte zurück auf deinen Platz. Ich kann verstehen, dass du gerne deinem Schwarm näher kommen würdest, aber bitte nicht in meinem Unterricht. Also auf deinen Platz!", mein Ton wurde mit jedem Wort schärfer, da klar war, dass sich das Mädchen keinen Zentimeter vom Fleck rühren würde. Allerdings setzte sie noch einen drauf und richtete das Wort an mich. "Nein, sie verstehen das nicht! Wie sollten sie auch?", die Blondine betrachtete mich herablassend und fügte hustend in Richtung der restlichen Mädchen hinzu: "Lesbe." Sofort schnellte mein Kopf in die Höhe und mein Blick fixierte sie scharf. "Wie bitte?", mein Ton war professionell, doch innerlich war ich angespannt. Sie hatte keine Ahnung wovon sie redete. Mein Privatleben ging sie immerhin nichts an, egal wie oft woanders darber getrascht wurde, im Klassenzimmer hatte es rein gar nicht zu suchen. Das war meine Privatsphäre! Sie wurde mir schon zu oft genommen und von dieser Teenagerin würde ich sie mir garantiert nicht auch noch wegnehmen lassen. "Überlege lieber genau was du von dir gibst. Ich bin deine Lehrerin und daher erwarte ich auch einen gewissen Respekt", ich hoffte damit endlich dem ein Ende bereitet zu haben. Aber anscheinend war das Glück heute nicht auf meiner Seite. "Und das gilt genauso für Sie.", fügte ich an eine andere Frau gewandt hinzu. Sie besaß rote lange Locken und schlich sich ebenfalls an Raphael heran.
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Raphael Schneider

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BeitragThema: Re: Let's learn!    Do Jul 20 2017, 01:00

Die Lehrerin hielt mich zumindestens nicht für verrückt, als sie hörte, daß ich wohl sterben wollte. Offenbar ahnte sie, daß ich ein Schauspieler war. Sie fragte auch nicht weiter nach, als ich ihr eine ziemlich faule Ausrede auftischte, weswegen ich zu spät kam. Aber bestimmt konnte sie es sich nun selbst denken, warum. Sie gab sich damit auch mit einem Nicken zufrieden, daß ich ihr versprach, zur nächsten Stunde pünktlich zu kommen. Es wäre ja schon was gewesen, hätte sie mich für einen ganz normalen Schüler gehalten. Aber dies machten schon die weiblichen Schüler zunichte, in dem sie anfingen, zu kreischen, als sie mich sahen. Daß die Lehrerin aber erwog, selbst mir eine Strafe aufzubrummen, davon ahnte ich nichts. Ich suchte mir jetzt erst einmal einen Platz aus, was gar nicht so einfach war, da ich mich sicher nicht zu den Fans setzen würde. Da bei den Jungs besetzt war, setzte ich mich vorne alleine hin. Natürlich sorgte ich auch vor, in dem ich „Oskar“ neben mich setzte, der auch mittlerweile ganz schön aus dem Häuschen gewesen war. Aber ich konnte ihn glücklicherweise schnell bändigen.

Die Lehrerin hätte es mir auch nicht so ohne Weiteres verbieten können, das sah sie wohl auch ein. Oder sie begriff, daß es derzeit meine einzige Waffe war, mich gegen die Mädchen zu wehren. Denn, so leicht würde der kleine Racker sich nicht vom Platz vertreiben lassen. Als ich nun meine Sachen auspackte, begannen die Schülerinnen, Zettelchen zu schreiben und garantiert gab es im Moment nur ein Thema: Mich! Sie hatten mich mit ihren Fragen doch ein wenig überrumpelt, daher war ich ziemlich verlegen gewesen beim Antworten. Außerdem wollte die Lehrerin doch auch mal anfangen, was ja so gut wie unmöglich war. Die Mädchen hatten mich regelrecht bombadiert und ich war mir sicher, das würde noch so weiter gehen. „Bist Du eigentlich auch in echt mit Flo zusammen?“, flüsterte mir eine auch schon zu. Ich hatte es doch gewusst. „Nein, wir sind nur sehr sehr gute Freunde!“, antwortete ich zurück.

Aber die Lehrerin wußte sich zu helfen und verteilte nun Arbeitsblätter. Ich bekam auch eins, um zu zeigen, wie weit ich schon im Stoff war. Das war irgendwie süß, denn die Schule hatte ich ja längst abgeschlossen und ich war schon oft in New York gewesen. Mein Englisch wurde also von Mal zu Mal besser. Während die Mädchen jetzt auch ihr Blatt ausfüllten, war es endlich mal still. Aber lange würde die Ruhe sicher nicht anhalten. Auch ich konzentrierte mich nun auf die Aufgaben und merkte, daß es mir sehr leicht fiel. Ich schaute nur kurz auf, als das Handy von Miss Di Laurentis piepte und mußte grinsen. Wieso nahm sie das mit in die Stunde? Ich kannte ja diese Handygeneration noch nicht, da ich ja aus dem Jahr 2000 hergekommen war. Und prompt fingen auch die Mädchen wieder an, zu tuscheln. Dann wandte ich mich aber meinem Arbeitsblatt wieder zu und bemerkte natürlich nicht, daß die Lehrerin mich mitleidig musterte und beobachtete.

Ich ahnte nicht, was sie gerade für eine SMS bekommen hatte und daß sie gerade ausführlich über meine Person aufgeklärt wurde. Ich seufzte. Immer wieder wurde ich von den Mädchen gestört, die etwas Neues wissen wollten. Ich seufzte. „Wie war das Drehen mit Rhea so? Hat es da echt nie mal richtig gefunkt, wenn Du sie immer küssen mußtest?“ „Nein, mehr als gute Freunde wurde nie draus!“ Wieder versuchte ich mich, zu konzentrieren, aber da kam schon die nächste Frage: „Wo wohnst Du hier eigentlich? In der Nähe?“ Klar, daß sie das wissen wollten. „Ich denke, das müßt Ihr nicht wissen!“, grinste ich sie an. Zu meinem eigenen Schutz. Ich würde ihnen ja nicht brühwarm meine Adresse verraten. „Kann ich denn wenigstens Deine Telefonnummer haben? Dann bist Du ja noch frei!“, meinte sie hoffnungsvoll und ich lächelte sie nur geheimnisvoll an. Und wenn, würde ich sicher nichts mit einem Fan anfangen. So versuchte ich immer wieder, neue Anläufe zu machen, um endlich mein Blatt auszufüllen, wurde aber immer wieder gestört. „Wartet mal bitte, ja? Ich würde das gerne mal erst ausfüllen!“ Aber das interessierte sie natürlich nicht und sie mußten ständig dazwischenquaken.

Gerade als ich weitermachen wollte, schlich sich auch schon ein Mädchen an mich ran und wollte sich auf „Oskars“ Platz setzen. „Das ist keine gute Idee! Oskar mag es nicht, von seinem Platz vertrieben zu werden!“, stellte ich gleich mal klar. Die Lehrerin, die das wohl gerade auch bemerkt hatte, zitierte das Mädchen auch gleich wieder zurück auf ihren Platz.

Doch dann passierte etwas völlig Unerwartetes. Trotzig meinte sie, daß die Lehrerin das ja sowieso nicht verstehen würde, wie auch? Und ich dachte klar, das sind so Sprüche. Weil diese Probleme Lehrerinnen am Allerwenigsten verstehen würden. Aber dann nannte sie sie plötzlich Lesbe. Ich dachte, ich höre nicht recht. Das mußte ja nun auch nicht sein, egal, wie verletzt und unverstanden sie sich fühlte. Ich war natürlich in der Zwickmühle, denn ich wollte auch nicht als Schleimer gelten, in dem ich die Lehrerin verteidigte. Andererseits konnte mein Promibonus da schon so Einiges ausrichten. Das konnte man aber nicht einfach so stehenlassen. Natürlich war die Lehrerin ziemlich entsetzt darüber. Sie verbat sich natürlich jegliche Einmischung in ihr Privatleben. Würde ich allerdings auch. Ich mußte etwas tun. „Ich würde aber echt auch gerne mal das Blatt zu Ende ausfüllen!“, gab ich mich doch etwas neutraler. „Was haltet Ihr davon, wenn wir einen Deal machen? Wenn Ihr jetzt die Lehrerin ihre Arbeit machen laßt und zuhört, gebe ich nachher eine Autogrammstunde. Mit Fragen, wo Ihr alles fragen könnt, was Ihr wollt. Wer will, kann auch Fotos mit mir machen.“ Ich war mir sicher, daß sie darauf eingehen würden. Sie waren doch sicher ganz wild darauf. Und schon schlich sich die Nächste an mich ran und ich seufzte. „Ihr müßt auch mal daran denken, daß ich auch ganz gerne hier nochwas lernen würde!“ Auch ich sagte das nun in einem ziemlich scharfen Ton. Auf mich würden sie ja wohl hoffentlich hören. Noch ahnte ich auch nicht, daß hier sogar die Babelsberger Studios auftauchen und sowieso bald wieder belagert würden.
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Alison DiLaurentis

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BeitragThema: Re: Let's learn!    Fr März 30 2018, 02:06

Neue Hoffnung keimte jedoch schnell in mir auf, als er den restlichen Mitgliedern des Kurses einen Deal anbot. Das musste doch schließlich etwas sein, dass sie ernsthaft interessierte? Wenn nicht das, was dann? Ich für meinen Teil war dankbar für diesen Versuch seinerseits und drückte gedanklich fest die Daumen. Immerhin war ich hier um zu unterrichten und nicht um außer Kontrolle geratende Fangirls zu zähmen, die schlimmer als eine Horde betrogner Frauen wüteten und glaubt mir, man sollte lieber keine Frau derart verärgern. Irgendwann war aber nun mal Schluss, egal ob es ihnen passte oder nicht. Wenn nicht mein Wort als Lehrerin ausreichte, dann hoffte ich das es sein Versprechen schaffte. Früher hätte ich mit größter Wahrscheinlichkeit sehr schnell die Kontrolle über die Situation zurückerlangt. Immerhin war ich quasie die Queen Bee der Schule gewesen. Allerdings hätte ich sicher auf der anderen Seite gestanden und das Wort der Lehrin ebenfalls ignoriert oder noch schlimmere Widerworte geliefert als die Teufelin vor mir. Mich betrachtete zu Schulzeiten gewiss viele ebenfalls als Mitglied der Hölle. Allerdings vermuteten sie damals wohl eher kein durch Feuer durchsetztes Herz, sondern eines so kalt und gefroren wie aus Eis. Eine Teufelin mit der Spezialität für Eis sozusagen. Wobei das gewiss sogar seine Vorteile hätte. So könnte man miese Typen ganz ohne Umstände sofort an die Wand nageln. Das wäre in hin und wieder sehr nützlich für mich gewesen.

Doch jetzt mit einem ganz anderen Bewusstsein für solche Situationen konnte ich nicht glauben, das ich tatsächlich so einmal gewesen war. Die Angst in alte Muster zu rutschen oder dieses Verhalten an mein Kind weiter zugeben, war groß. Doch Emily glaubte fest daran, dass dies nicht geschehen würde und baute mich, in Momenten in denen mich dieses Gefühl packte, wieder auf. Doch irgendwie hatten meine Ängste diesbezüglich auch etwas gutes. Denn es zeigte mir, dass es mich interessierte und ich wusste, dass es falsch war sich so zu verhalten. Ich sollte mir lieber Sorgen darüber machen, sobald ich so nicht mehr empfinden würde. Wenn mein Herz erneut gefreut, wenn man so will.

"Das klingt doch fair, oder?", wandte ich mich bezüglich seines Deals nun an die anwesenden Kursteilnehmer und musterte ein paar derjenigen die besonders aufgeregt von dem berühmten Kurszuwachs schienen. Einige wirkten noch begisterter als zuvor und waren froh eine solche Chance zu erhalten. Naja, eigentlich sogar die breite Masse. Allerdings bemerkte ich immer noch mehrere die damit nicht zufrieden waren und lieber weiterhin ihr Glück versuchen wollten. Na toll, auf in die nächste Runde. Schoss es mir in den Kopf als auch schon die nächste Person ihr Glück versuchte.

An Raphaels Worte anknüpfend wagte ich den nächsten Schlichtversch und sagte an die Kursteilnehmer gewand: "Ganz genau. Dafür seit ihr doch eigentlich her gekommen, oder? Ihr wollt etwas lernen und aus dem Kurs für euer späteres Leben mitnehmen. Ob es nun vollkommen freiwillig war oder nicht. Irgendetwas hat euch bewegt hier mitzumachen und das schon bevor ihr wusstet wer sich noch eingetragen hat. Also machen wir das Beste daraus und raffen uns zusammen bis die Zeit für heute um ist. Ich will euch nicht die Freude daran nehmen, aber ihr könnt euch auch bis zum Ende der Stunde im Stillen dafür begeistern und dann sein Angebot annehmen. Das ist etwas, dass er nicht unbedingt hätte tun müssen. Also nehmt es an und freut euch, dass ihr diese Chance überhaupt bekommt.". Ich hielt einen Moment inne und ließ meinen Blick eine Weile durch den Raum gleiten, bevor ich hinzufügte: "Falls ihr allerdings weiterhin stören solltet, wird das für euch Konzequenzen haben und damit meine ich nicht nur eine zusätzliche Aufgabe an der Tafel zu lösen.". Abermals folgte eine Pause meinerseits, doch dann fügte ich noch hinzu: "Ihr wollt Respekt und Verständnis von mir....", diese Bemerkung wandte ich an die Teufelin mit der spitzen Zunge. "Dann erwartete ich dies auch im Gegenzug von euch. Verstanden?". Ich bemühte mich sachlich zu bleiben, doch man merkte mir gewiss an, dass mein Geduldsfaden langsam aber sicher Risse bekam.
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Raphael Schneider

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BeitragThema: Re: Let's learn!    Sa Apr 14 2018, 00:36

Gespannt wartete ich erstmal auf die Antwort der Mädchen. Doch die schienen sich wohl noch zu beraten, denn so schnell hatten sie keine Antwort parat. Es war doch jedenfals ein fairer Deal oder? Ich hatte nämlich auch keinen Bock, daß es jetzt nicht mehr möglich sein würde, irgend Etwas zu lernen nur wegen einer Horde hysterischer Fans. Normalerweise mochte ich Fans und wußte, wie wichtig sie waren. Ich genoss es auch, von ihnen umschwärmt zu werden, aber in solchen Situationen konnte das schon nerven. Vor allen Dingen probierten die echt alles aus. Sie wollten sich sogar auf „Oskars“ Platz setzen, was sie aber zum Glück nicht schafften, denn der Hund verteidigte sein Revier.

Das Ganze schien doch ein wenig auszuarten, als ein Mädchen die Lehrerin als Lesbe beschimpfte. „Ja und? Hast Du etwa ein Problem damit?“, fragte ich locker zurück. Sollte sie mal sehen, daß es mir jedenfalls egal war. Aber jetzt verstand ich langsam, was sie damit sagen wollte. Denn, dann würde die Lehrerin wirklich nicht verstehen, warum die Mädels alle hinter mir her waren. Irgendwie hatte der Fan dann doch recht, auch wenn sie natürlich kein Recht dazu hatte, die Lehrerin so öffentlich zu beschimpfen. Die Fans hatten auch keine Ahnung, was mit mir war. Und daß es zwischen der Lehrerin und mir kaum Unterschiede gab. Auch wenn mich alle für den großen Mädchenschwarm hielten. In Wirklichkeit war das ganz anders und ich stand auf Jungs. Ich konnte viel besser mit Kerlen. Das wußte nur keiner. Würde das doch das Bild vom tollen Macho und Frauenaufreißer Andy komplett zerstören. Innerlich mußte ich aber grinsen. Man hatte mir jedenfalls den Hetero in der Serie prima abgenommen. Und ich hatte es wohl auch sehr gut rübergebracht. Und das durfte auch keiner wissen, wie es wirklich war.

Die Fans wußten nicht, was sie machen sollten, doch viele schienen begeistert über meinen Deal zu sein. Ich hoffte immer noch sehr, daß sie darauf eingingen. Die Lehrerin versuchte nun wieder Ordnung in das Chaos zu bringen, als ich meinte, ich wollte doch auch gerne hier nochwas lernen. Sie meinte auch, dafür seien sie ja eigentlich hergekommen. „Eben. Es müßte Euch doch noch mehr anspornen, daß ich auch bei Euch bin!“ Sie meinte auch, daß sie doch gerne mitmachen wollten und das schon bevor sie wußten, wer sich hier eingetragen hatte. „Ich kann mich doch nicht konzentrieren, wenn ich weiß, daß Andy hier ist!“, grinste das eine Mädchen. „Ja, denkst Du ich? Raphael ist soooooooooo süß! Bei dem Anblick kann man doch nicht lernen!“ Ich errötete, als sie das sagte und wurde ziemlich verlegen. „Wollt Ihr etwa, daß ich rausgehe?“ „NEIN, bloss nicht!“ „Also! Dann laßt uns jetzt in Ruhe versuchen, hier nochwas mitzukriegen!“, versuchte ich sie ebenfalls zur Vernunft zu bringen, denn ich merkte auch, daß die Lehrerin langsam mit ihrer Geduld am Ende war. „Also was ist jetzt? Geht Ihr auf meinen Deal ein, oder nicht?“ Immer noch blieb die Antwort aus.
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Let's learn!
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