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Unverhofftes Wiedersehen - Seite 2


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 Unverhofftes Wiedersehen

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Ramsay Snow
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BeitragThema: Re: Unverhofftes Wiedersehen   Do Okt 04 2018, 06:51

Man konnte meinen was man wollte, von dem was Ramsay da gerade eigentlich getan hatte. Zugegeben, es wäre Ramsay egal gewesen, hätte Baelish irgendetwas getan, es hätte ihn nicht gekümmert. Er war ein Geist, Waffen oder ähnliches würden durch ihn durch gehen, er konnte entscheiden, von wem er berührt werden wollte. Er sah sie dann an, lächelte kurz, als sie sich verbesserte und ihn Ramsay nannte. Eigentlich hatte sie ihn noch nie bei seinem Namen genannt, da war er sich sicher. Sie nannte ihn immer Lord Bolton. Nie hatte sie gewagt, ihn mit Ramsay anzusprechen. Damals war es ihm ja egal gewesen. Er sah sie ja nur als Mittel zum Zweck, nichts weiter, es war alles was er sah, ein Gegenstand, der irgendwann zu langweilig wurde.
 
Miranda hatte sie gehasst, er hatte schon gehört, dass sie fast versucht hatte, Sansa zu ertränken, weil sie sie als Konkurrentin ansah. Schlussendlich war ihr Tod der Fall von der Mauer von Winterfell. Damals war es ihm kurz schlecht geworden, als er von ihrem Tod erfahren hatte. Doch dann hatte er entschieden, dass seine Hunde sie fressen konnten. Im Norden gab es ebene nicht immer reichlich essen. Er hatte wohl erst zu spät bemerkt, dass er Sansa allem Vorzog. Ok die Hochzeitsnacht war eigentlich ein totaler Reinfall geworden, erst als seine eigenen Hunde sein Schicksal in ihren Fängen hatte, realisierte er, leider zu spät, das da was war, ein Gefühl, dass er so nicht gekannt hatte. Zu spät es ihr zu sagen, doch mit etwas hatte er recht gehabt, sie würde ihn nie los bekommen.
 
Er hörte wie die Tür auf ging, hörte das Klicken und sah dann zu Baelish. Dieser richtete einen Revolver auf ihn. Wie töricht er doch war. Wollte etwas tot schießen, was schon tot war. Er grinste nur bei den Worten des Mannes, doch ehe er sich versah, schlug Sansa seine Hand weg, stellte sich vor Ramsay. “Spinnt sie jetzt völlig?“ fragte er sich, doch zu spät. Es ertönte ein Schuss. Sansa taumelte Rückwärts. Sie hielt sich auf den Beinen so gut es ging, trotz des Blutverlustes den sie erlitt. Sie hob den Revolver auf, richtete ihn auf Baelish. Lady hatte ihn zu Boden gedrückt, hielt ihn an Ort und Stelle. Am liebsten hätte Ramsay ihn jetzt sterben sehen, am liebsten hätte er seine Schreie gehört. Am liebsten hätte er gehabt, wie er sah, wie Stück für Stück das Leben aus Petyr Baelish gerissen wurde, doch seine Aufmerksamkeit lag auf seiner Frau. Sie war so anders, hatte keine Angst und er hätte ihr sogar zugetraut, dass sie abgedrückt hätte. Lady ließ Baelish nach einem kurzen Schlagabtausch laufen. Ramsay hoffte, das Baelish sich nicht blicken lassen würde, doch irgendwie wollte er auch Rache haben. Rache für Sansa. Ramsays Augen strahlten Verwirrung aus, wenn er darüber gerade nach dachte. Rache für Sansa, ok jetzt war es wohl doch um ihn geschehen. Dann aber richteten seine grauen Augen sich wieder auf Sansa Stark.
 
Er fing sie auf, hob sie dann vorsichtig hoch und brachte sie in die Küche und legte sie dann auf den Tisch. Die Kugel musste entfernt werden, doch wollte er es selbst nicht machen. Er konnte es, keine Frage, aber er hatte eben nicht die medizinische Versorgung. Leise murrend suchte er paar Sachen zusammen, holte sein Handy, denn sowas besaß er auch und drückte dann etwas fester auf die Wunde, damit sie nicht weiter Blut verlor. Er wollte eine Nummer wählen, hielt inne. Und was wollte er der Polizei sagen? Ein Irrer der eigentlich tot sein müsste, ist in ihr Haus gestürmt und wollte mich umbringen, bis Sansa sich vor mich gestellt hatte? Total glaubwürdig war das ja. Man würde ihn wohl eher irgendwo einsperren.
Dann musste er es wohl selbst tun. So erhitzte er seinen Dolch, ging dann zu ihr und zog ihr Oberteil hoch. Ramsay hoffte das es klappte. So holte er die Kugel raus, drückte dann die Heiße Klinge dann noch auf die Wunde, sodass die Blutung zumindest gestoppt wurde. Dann aber legte er seine Hand auf die Wunde, nahm Sansa die Schmerzen. Er konnte keine Wunde direkt heilen, doch ihren Heilungsprozess beschleunigen. Er zog sich einen Stuhl heran, setzte sich und hielt dann Sansas Hand, während er sie musterte und sich fragte, warum sie es getan hatte. Das war doch verrückt. Wäre er gestorben, dann wäre er es eben. Was würde das für einen Unterschied machen. Sansa war aber dazwischen Gegangen. Das war irgendwie sehr verwirrend für den ehemaligen Bastard. Zu verwirrend irgendwie. “Was tust du bitte auch…“ sagte er dann leise und betrachtete Sansa. Baelish würde dafür bezahlten, mit seinem Leben, da war Ramsay sich sicher. Er würde sie das letzte Mal belästigen.
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Sansa Bolton*
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BeitragThema: Re: Unverhofftes Wiedersehen   Do Okt 04 2018, 21:02

Nach dem was man Sansa im Laufe ihres kurzen Lebens bisher angetan hatte, war es kein Wunder, dass sie diese Persönlichkeit entwickelt hatte. Es war kein Wunder, dass die junge Frau kaltherzig, ausdruckslos und so undurchschaubar sein konnte, dass nicht einmal Petyr Baelish seine Schülerin hatte durchschauen können. Besonders denen gegenüber, die ihrer Familie schadeten oder schaden wollten, war sie feindselig gesinnt, kaltherzig und ausdruckslos. Ramsay gehörte eigentlich ebenfalls zu denen, die ihrer Familie schaden wollten, doch trotzdem hatte sich die Rothaarige zwischen ihn und Lord Baelish geworfen, hatte die Kugel abgefangen, die für ihren Mann bestimmt war. Es wäre wohl in beiden Situationen dasselbe Ergebnis gewesen. Hätte sie nichts getan, hätte die Kugel wohl Ramsays Körper durchdrungen und hätte die rothaarige Stark dennoch getroffen. Doch wieso hatte sie sich dann vor ihn geworfen? Mit etwas Glück hätte sie ausweichen oder sich ducken können. Sansa konnte es nicht nachvollziehen. Auch wenn die junge Frau es bezweifelte, hätte dies wohl ihre Chance sein können. Sie hätte endgültig frei von Ramsay sein können. Doch... Etwas in ihr widersprach diesem Gedanken augenblicklich, brachte sich selbst zum Schweigen. Als... Wollte ein Teil der rothaarigen Stark nichts von diesem Gedanken wissen. Es war beinahe... instinktiv gewesen. Hatte sie es getan, weil der ehemalige Bastard ihr Mann war? Oder... War trotz der Misshandlungen doch mehr in Sansa vorhanden? Irgendetwas in ihr... konnte nicht zulassen, dass Ramsay etwas passierte. Dies war wohl auch der Teil in der Rothaarigen, der instinktiv gehandelt hatte.

Wie viel Zeit war vergangen seit Sansas Willenskraft ihrer Wunde nachgegeben hatte? Im Vergleich mit den psychischen Verletzungen waren diese Schmerzen, der Blutverlust nichts gewesen. Sansa hatte schlimmeres ertragen als eine solche Verletzung. Im Fernsehen hatte sie oft genug solche waghalsigen Rettungen gesehen. Die meisten Charaktere überlebten es. Sie waren immer nur eine kurze Zeit ohnmächtig. Wie lange war Sansa bereits bewusstlos? Oder... War Sansa bereits tot? Vermutlich war sie es. Nur, weil es im Fernsehen oftmals gut ausging, hieß das nicht, dass es im wahren Leben ebenfalls gut ausging. Dennoch begann sich die Schwärze zu lichten, die die junge Stark umgab. Es wurde heller um die Rothaarige herum. War das das berühmte Licht am Ende des Tunnels? "Was tust du bitte auch..." War es diese Stimme, die sie aus ihrer Bewusstlosigkeit gerissen hatte? Wie ein Licht hatte diese Stimme sie aus dieser kalten, erdrückenden Schwärze geführt.
Sansa drückte schwach die Hand, die ihre umgab, sie festhielt. Langsam hoben sich die Augenlider der jungen Frau. Ihre Sicht war verschwommen. Die Umrisse verschwammen ineinander. Sie blinzelte einmal langsam bevor sie ihren Kopf zur Seite drehte. Ihre strahlenden, trüb wirkenden Augen erblickten Lady. Die Schattenwölfin hatte auf dem Boden gekauert während sie ihre Herrin beobachtet hatte. Nun hob die Wölfin ihren Kopf bevor sie aufstand und sich der rothaarigen Stark eilig näherte. Sansa verzog ihre Lippen zu einem leichten, sanften Lächeln. Sansa spürte. dass eine andere Hand ihre umgab, sie in sich einschloss, sie festhielt. Erneut blinzelte die junge Frau langsam bevor sie ihren Kopf in die andere Richtung drehte. Ihr blauer Blick richtete sich auf ihre Hand. Eine andere umschloss diese. Sie blinzelte langsam bevor die Rothaarige ihren strahlenden, sich langsam klärenden Blick auf die Person richtete, zu der die Hand gehörte. "Ramsay...?", kam es der jungen Frau fragend, flüsternd über die Lippen. Die junge Stark schluckte einmal bevor sie sich mithilfe ihrer anderen Hand aufzurichten versuchte. Ein Stechen durchfuhr ihren Körper, ausgehend von ihrem Bauch. Erschrocken schnappte Sansa nach Luft bevor ihr Arm nachgab und sie zurück auf ihren Rücken fiel. "Was ist passiert...? Hast Du...?", fragte die Rothaarige misstrauisch. Doch beendete Sansa ihre Sätze, ihre Fragen nicht. Ihre Erinnerungen kehrten zurück. "Nein, warte. Du hast mich beschützt. Ich erinnere mich.", sagte die junge Frau bevor Ramsay antworten konnte.
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Ramsay Snow
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BeitragThema: Re: Unverhofftes Wiedersehen   Do Okt 04 2018, 22:00

Ramsay hatte alles erwartet, alles aber bloß nicht so etwas. Vermutlich wäre jeder normal denkende Mensch froh gewesen, hätte ihn die Kugel getroffen und nicht sie. Für den Braunhaarigen war es ein Rätsel, wie Sansa sich einfach zwischen ihn und die Kugel geworfen hatte. Ihm wäre nichts passiert, sie wäre durch ihn durch, solange es normales Material war, solange es nicht von Alchemisten oder ähnlichem erschaffen worden wäre. Nun lag Sansa reglos da und Ramsay hoffte sich, dass die junge Lady es überstehen würde. Nein...nicht würde, sie musste, sie musste überleben, weil Ramsay es ihr schon im Gedanken verbot, von ihm zu gehen. Ramsay saß da, betrachtete seine Frau. Er fragte sich, was in dem Augenblick im Verstand der Stark sich abgespielt hatte. Dachte er doch immer, sie würde eher den ersten Stein werfen, ihn verurteilen für das was er ihr einst angetan hatte.

Er hoffte das ihre Wunde nicht tödlich war, dass sie das überleben würde. Für Petyr Baelish hatte er noch nachher Zeit. Er würde es ihm zurück zahlen. Erst küsste er sie, hatte sie über die Jahre manipuliert und sie glauben lassen er würde sie schützen. Die Wut kochte bei Ramsay hoch, er brauchte nur daran denken. Es reichte ihm, über ihn zu richten. Wie lange Ramsay nun schon bei Sansa saß, konnte er selbst nicht sagen. War es ihm doch egal. Er würde sitzen bleiben, egal wie es ausging. Er war eigentlich nicht der treuste Mensch, doch das war er Sansa schuldig. Innerlich wollte er sich von seinen Gefühlen los lösen für sie, wollte sie nicht nach an sich heran lassen. Doch nun, wo er ihr so nah war, schrie alles in ihm nach ihr.

Ihre Nähe hatte stets etwas ausgelöst in ihm. Es war komplett anders als bei den anderen Mädchen die er je bei sich hatte. Er war nicht von Sansa gelangweilt. Nein, Sansa war eine Person, die begehrenswert war. Er wollte sie besitzen. Sie an sich binden. Petyr hatte es ihm zwar ermöglicht, doch war das nach hinten losgegangen. Beziehungsweise, Baelish war schon immer hinter Sansa her gewesen. Damals wie auch heute. Der Bastard war so in Gedanken versunken, dass er nicht merkte, dass Sansa aufwachte. Er bemerkte nicht, wie sie seine Hand kurz fester drückte. Erst ihre Stimme ließ ihn aufschauen. Er sah in die blauen Irden der Stark. Er ließ sie aussprechen. Nickte kurz als sie eher seinen Namen verwirrt aussprach. Dann nickte er wieder. Er hielt ihre Hand weiter, doch eine Frage beschäftigte ihn. “Warum? Die meisten wären froh wenn ich tot sein würde, und dennoch…“ er brach ab und sah sie schweigend an. “Du hättest tot sein können Sansa… sprach er und in seiner Stimme schwang unverkennbar Sorge mit, Sorge um sie.

Der schrecklichste Bastard im Norden, machte sich nie etwas aus Sorge um andere. Stets war das Leben immer ein Arschloch gewesen. Mitleid war das Todesurteil für alle in Westeros. Ramsay hatte gelernt, sich selbst der Nächste zu sein. Sich selbst und nun kam die Person die bei ihm die Wände einriss, die er sich sorgsam aufgebaut hatte über die Jahre. Ihr Blick brannte wie Feuer wenn sie ihn ansah. Ihre Stimme konnte sanft sein, zugleich aber kalt, zerschneidend, Hoffnung auslöschend. Sansa Stark war eine Person, die wie der Winter war. Kalt und doch so schön. Unberechenbar und doch zog Sansa ihn immer mehr in ihren Bann. Wäre sie jetzt tot, er hätte es sich nie verziehen, er hätte sich selbst Vorwürfe gemacht, wenn gleich ein Teil von ihm, sich gegen die Gefühle wehrte, es nicht zulassen wollte. Sansa war alles für ihn, ob er wollte oder nicht, sonst wäre er ja nicht hier, hätte sie nicht beschützt. “Du solltest dich schonen, die Wunde ist noch frisch“ sagte er dann aber auch schon.
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Sansa Bolton*
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BeitragThema: Re: Unverhofftes Wiedersehen   Do Okt 04 2018, 23:15

Ramsay schien in Gedanken versunken zu sein als Sansa ihn angesehen hatte. Woran er wohl dachte? War er wütend auf Lord Baelish für das, was er vorhatte zu tun oder für das was er getan hatte. Zufällig, unabsichtlich zwar aber dennoch hatte er die Rothaarige angeschossen. Petyr Baelish behauptete, dass er Sansas Mutter geliebt hatte und dass er die jüngere Stark ebenfalls liebte. Und doch hatte er ihre Mutter verraten und ihre Tochter verletzt. Sie hätte sterben können, wenn die Kugel sie an der falschen Stelle erwischt hatte. Zu Sansas Glück war dies nicht der Fall gewesen. Sonst stände sie nicht hier... oder eher läge.

Als die junge Lady ihre Stimme erklingen ließ, hob Ramsay seinen Blick. Ihre strahlend blauen Augen blickten in seine durchdringenden, grauen Iriden. Unfähig ihre schönen, blauen Augen von seinen intensiven, grauen Iriden abzuwenden, blickte sie ihm einen Moment lang in die Augen bevor sie erneut ihre Stimme erhob. Ramsay ließ die rothaarige Stark aussprechen bevor er nickte als sie seinen Namen flüsterte. Nachdem sie weiter gesprochen hatte, nickte der Lord erneut. Also hatte sich Sansa korrekt an alles erinnert. Sie blinzelte einmal langsam, erschöpft, kraftlos. Weiterhin hielt Ramsay die Hand seiner rothaarigen Frau. Diese senkte ihren Blick auf die beiden ineinander verschlungenen Hände. Hatte er die ganze Zeit ihre Hand gehalten? Scheinbar denn Sansas Hand fühlte sich warm an, fast etwas zu warm. Wie lange hatte ihr Mann denn nur ihre Hand gehalten? "Warum? Die meisten wären froh wenn ich tot sein würde, und dennoch...", begann Ramsay zu sprechen. Doch er brach ab bevor er seine Frau schweigend ansah. Diese hatte noch immer ihren schönen Blick auf die beiden Hände gerichtet. "Du hättest tot sein können Sansa...", fügte Ramsay hinzu. Die rothaarige Lady hörte unverkennbar Sorge in Ramsays Stimme. Die Rothaarige hob ihren Blick, richtete ihn erneut auf Ramsays graue Augen. Gewöhnlich machte sich der ehemalige Bastard nie Sorgen um Andere. Wieso also um die rothaarige Lady? Erneut schluckte die junge Stark. Ja... Wieso hatte Sansa sich in die Schussbahn geworfen? Wie sollte sie auf diese Frage antworten, wenn sie es selbst nicht wusste? Sie spürte wie sich ihr Herz schmerzhaft zusammenzog. Ihre altbekannte Nervosität machte sich in der in diesem Moment so verletzlichen Lady breit. Hatte sie in Königsmund keine Antwort auf die Fragen Joffrey Baratheons gewusst, hatte sie dafür bezahlt. So hatte Sansa stets das gesagt, was der blonde Prinz und spätere König hatte hören wollen. Die rothaarige Lady senkte ihren Blick. Sie suchte nach den richtigen Worten, auch wenn sie nicht wusste, welche das waren. Schließlich hob sie ihre strahlend blauen Iriden wieder an. "Ich... Weiß es nicht...", setzte sie mit rauer Stimme an. Ihr schlanker, zarter Körper wurde von einem Hustenanfall geschüttelt, bei dem die Rothaarige ihre strahlenden Iriden zusammenkniff. Sie wartete noch kurz bevor sie diese wieder öffnete. "Irgendetwas in mir... hat gehandelt bevor ich wusste, was passiert oder wieso ich es getan habe.", fügte die rothaarige Lady hinzu.

"Du solltest dich schonen, die Wunde ist noch frisch.", sagte Ramsay. Sansa wandte ihren Blick ab und richtete sich ein kleines Stück auf, um die Stelle zumindest kurz sehen zu können, an der die Kugel in ihren Körper eingedrungen war. Ihr Oberteil war mit ihrem Blut getränkt. Zu oft hatte sie in ihrer Heimat zusehen müssen wie Unschuldige gestorben waren. Zu viel Blut war vergossen worden und würde dort sicherlich noch vergossen werden. Die Rothaarige ließ sich auf ihren Rücken zurücksinken. Die Augen der rothaarigen Lady wanderten erneut durch ihre Umgebung. Sansa sah ein Fenster, ihren Kühlschrank aus ihrem Augenwinkel... Mehr brauchte die junge Stark nicht zu sehen. Die Rothaarige seufzte leise bevor sie an die Decke sah. "Musste es wirklich mein Küchentisch sein? Ich esse normalerweise auf ihm. Nicht sehr appetitlich.", sagte die Rothaarige bevor sie ihre hellen, blauen Iriden wieder auf Ramsays durchdringenden, grauen Augen legte.
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Ramsay Snow
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BeitragThema: Re: Unverhofftes Wiedersehen   Fr Okt 05 2018, 06:52

Normalerweise ließ Ramsay ein Nein nicht gelten, erst recht nicht ein ich weiß nicht. Doch hatte auch er sich geändert, naja er hatte sich nicht geändert, doch zu Sansa war er eben anders geworden. Sansa war die Person, die er nicht mehr verletzen wollte. Er sah sie dann an, als sie das mit dem Küchentisch sagte. Leicht schmunzelte er nur und sah sie an. “Nun ja, ich hätte es auch in deinem Bett machen können, aber ob da die Kugel dann rausgegangen wäre? Außerdem hat man dafür eine harte Unterlage gebraucht und außerdem ist es leichter, einen Tisch abzuwischen“ Ramsay ließ dann langsam ihre Hand auch los, als er merkte, dass er diese noch hielt. “Ramsay du machst gerade alles noch schlimmer, erst gehst du einfach in ihr Haus und am Ende verdonnert sie dich, das alles noch sauber zu machen“ dachte Ramsay sich. Dann aber sah er wieder zu Sansa.
 
“Ich hab dich für alles gehalten, aber nicht für Verrückt Sansa“ sagte er dann auch schon und musterte sie. Sie sah gut aus, auch wenn wohl jeder erstmal Tage damit zu kämpfen hatte, aufzuwachen. Außerdem starben die meisten, da in der Bauchregion, viele Lebensnotwendige Organe lagen. Zum Glück hatte es aber dennoch keine getroffen. Er sah dann zur Schattenwölfin und dann wieder zu Sansa. Er stand auf, hob sie vorsichtig hoch und ging dann ins Schlafzimmer mit ihr, wenn sie sich ausruhen sollte, dann war der Küchentisch wirklich nicht der richtige Ort, sie war ja wach und der Küchentisch war eh schon unbequem genug.
Ramsay kratzte sich am Hinterkopf und ging dann raus. Er machte wirklich den Küchentisch gründlich sauber, denn wenn sie dort aß, wollte sie sicher nicht wo esse, wo der Tisch mit Blut voll war. Da verging fast jedem der Apettit, allen außer vielleicht Ramsay, der sogar aß, während jemand gefoltert wurde oder wenn er jemanden selbst folterte. Bei Theon war es der Fall gewesen, naja eigentlich hatte er sich über ihn lustig gemacht. Es war einfach zu schön um wahr zu sein. Theon war mal so arrogant gewesen, nun war er ja eher ein Häufchen Elend, aber was interessierte es Ramsay dann schon. Er machte den Tisch sauber und sah sich dann noch etwas um. Tee musste doch sicher helfen, zwar nicht die Schmerzen lindern, die sicher bald wieder auftreten würden, doch zur Entspannung oder besser gesagt zur Beruhigung.
 
Er ging dann auch schon an den Küchenschrank und machte jede einzelne Tür auf, denn Tassen musste es ja irgendwo geben. Als er sie gefunden hatte, kochte er das Wasser auf und wartete. Als dieses heiß war, bereitete Ramsay ihr ein Tee vor. Etwas ungewöhnlich war das schon, doch Ramsay war nicht nur grausam. Nein er konnte auch richtig fürsorglich sein wenn er wollte. Als der Tee fertig war, ging er wieder zu Sansa nach oben. “Hier für dich“ sagte er dann auch schon und hob ihr die Tasse entgegen und setzte sich dann selbst. Man könnte sicher meinen, dass mit Ramsay was nicht stimmte, denn so nett wie er gerade war, war es bei ihm sicher nicht normal, jedenfalls würden das viele denken.
Der ehemalige Lord von Winterfell sah dann aus dem Fenster und dachte nach, er dachte darüber nach, wie es ihm an meisten Freude bereiten würde, Baelish leiden zu sehen. Es gab so viele Möglichkeiten, doch musste er eher aufpassen, dass die Polizei ihn nicht erwischte. Wobei, er war ja ein Geist. Was wollten sie ihn schon einsperren, er würde dann doch entkommen. Es wäre also sinnlos, dass man soweit ging. Dann sah er Sansa wieder an. “Und nein du weilst noch unter den Lebenden, ich habe den Heilungsprozess der Wunde beschleunigt, ich hatte eher Sorge, dass es sein könnte, das du es nicht schaffst..:“ sagte er dann leise und blickte sie dann an. Aus dem Mund des Bastards, hörte sich das so falsch an. Denn so kannte Sansa wohl Ramsay überhaupt nicht.
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Sansa Bolton*
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BeitragThema: Re: Unverhofftes Wiedersehen   Sa Okt 06 2018, 15:35

Es war Sansa bekannt, dass ihr Mann normalerweise kein Nein durchgehen ließ. Dasselbe galt dafür, wenn man antwortete, dass man keine Ahnung hatte. So hatte Sansa einen kleinen Anflug von Angst und Nervosität verspürt. Es gefiel der rothaarigen Stark nicht verletzt vor Ramsay zu liegen. Sie fühlte sich ausgeliefert, wie damals in ihrer Heimat. Doch schien sich der ehemalige Bastard geändert zu haben. Er hatte sie beschützt. Hieß das, dass er sich geändert hatte? Sansa war sich noch zu unsicher, um diesen Gedanken für richtig halten zu können.
Als die rothaarige Stark den Lord auf den Küchentisch ansprach, richtete er seinen Blick auf seine Frau. Diese blickte ihrem Mann mit ihren schönen, strahlenden blauen Augen in seine durchdringenden, intensiven grauen Augen. Sansa kam ein Gedanke, den sie in ihrer Heimat nie hätte erdenken können. Seine Augen sind wunderschön. Er verzog seine Lippen zu einem Schmunzeln. Hatte er etwa ihre Gedanken gelesen? Konnte Ramsay etwas derartiges überhaupt? "Nun ja, ich hätte es auch in deinem Bett machen können, aber ob da die Kugel dann rausgegangen wäre? Außerdem hat man dafür eine harte Unterlage gebraucht und außerdem ist es leichter, einen Tisch abzuwischen.", erwiderte Ramsay. Sansa musste zugeben, dass der ehemalige Bastard Recht hatte mit dem, was er sagte. "Schön, Du hast recht.", gab die junge Lady widerwillig zu. Auch wieder etwas, was die rothaarige Lady in Winterfell niemals zu Ramsay gesagt hätte. Sie spürte wie ihr Mann ihre Hand losließ. Langsam, fast zögerlich. Am liebsten hätte Sansa wieder nach der Hand des ehemaligen Bastards gegriffen. Merkwürdigerweise fehlte ihr diese Berührung. Er hatte ihre Hand die ganze Zeit gehalten. Sie war nicht verletzt - außer der Schusswunde. Er hatte sie nicht berührt, außer an ihrer Hand. Gab Sansa dieser Gedanke Vertrauen? Vertrauen zu Ramsay? Ein kleines bisschen vielleicht. Die Rothaarige schluckte einmal bevor sie ihren blauen Blick abwandte. Die rothaarige Lady musste sich ein wenig kontrollieren. Er hatte ihr so oft weh getan, hatte sie sowohl physisch, körperlich als auch psychisch, geistlich verletzt. Am Ende hatte Ramsay wohl wirklich ihre kalte, gnadenlose, ausdruckslose Persönlichkeit erschaffen. So hatte der ehemalige Bastard wohl doch Recht gehabt. Sansa war eines seiner Geschöpfe, ob sie es wollte oder nicht. Doch langsam realisierte die junge Stark, dass ihr Mann recht gehabt hatte. Von Anfang an.

"Ich hab dich für alles gehalten, aber nicht für Verrückt Sansa.", meinte Ramsay während er die Rothaarige musterte. Die Stark schloss ihre schönen Augen bevor sich ihre Lippen zu einem leichten Lächeln verzogen. "Ich mich auch nicht.", erwiderte die junge Frau bevor sie ihre Augen wieder öffnete. Sie hatte geradezu spüren können wie Ramsays Augen ihren Körper herab und wieder herauf wanderten. Schon in ihrer Heimat hatte sie diese Blicke nicht gemocht. Nach der Hinrichtung ihres Vaters - als sie die geächtete Tochter des Verräters Eddard Stark wurde - haben diese Blicke begonnen. Je öfter Sansa derart gemustert worden war, war es ihr peinlicher, unangenehmer geworden. So drehte sie ihren Kopf zur Seite während sie darauf wartete, dass Ramsay aufhörte die Rothaarige zu mustern. "Bitte... Lass das... Ich mag das nicht...", sagte die Rothaarige zögerlich, verletzen, etwas nervös während sie ihre Schattenwölfin ansah. Früher hätte es den ehemaligen Bastard nicht gestört, wenn sie ihm gesagt hätte, dass er damit aufhören solle. Egal, mit was. Doch hatte Sansa die Hoffnung, dass sich Ramsay so weit geändert hätte, dass er zumindest Rücksicht auf die Wünsche oder Bitten seiner rothaarige Frau nehmen würde.
In der Tat hatte Sansa Glück gehabt. Die Kugel hätte auch eines ihrer lebenswichtigen Organe verletzen können. Doch schienen die alten Götter über die rothaarige Lady gewacht zu haben, an die sie seit ihrer Zeit mit Joffrey nicht mehr glaubte. Vielleicht sollte sie wieder damit anfangen zu den alten Göttern zu beten. Sansa spürte, dass Ramsay seinen Blick abwandte. Sie atmete leise erleichtert aus. Erst jetzt hatte die Rothaarige gemerkt, dass sie wohl die Luft angehalten hatte. Wieso war sie so angespannt gewesen? Wegen ihren Erinnerungen, ihren Erlebnissen und weil sie so verletzt Jedem ausgeliefert wäre, der in ihre Wohnung kommen würde. Sansa erschrak als Ramsay seine Arme um die Rothaarige legte. Erschrocken sah sie ihn an bevor er sie vorsichtig hochhob. Die junge Frau war wohl in Gedanken versunken gewesen, dass sie nicht gemerkt hatte wie ihr Mann aufgestanden war. Zögerlich legte sie ihre zierlichen Arme um den ehemaligen Bastard, um sich an ihm festzuhalten. In diesem Moment, als Sansa ihre Arme um Ramsay legte, entstand ein Gefühlschaos in der jungen Frau. Ein Teil in ihr fühlte sich wohl, geborgen, sicher. Ein anderer Teil empfand die Situation als unangenehm und als unschön. Und ein weiterer Teil in Sansa wollte Ramsay nicht mehr loslassen - und wollte nicht, dass er sie wieder losließ. Ramsay trug seine Frau in ihr Schlafzimmer bevor er sie vorsichtig wieder auf ihrem Bett ablegte. Sansa sah ihrem Mann nach als dieser das Zimmer verließ. Ein Teil in ihr war erleichtert, ein anderer Teil traurig, enttäuscht, und auch ein wenig verletzt, dass er wieder gegangen war. Leise seufzte die Rothaarige bevor sie sich ihr Kissen auf ihr schönes Gesicht drückte. "Wieso musste sich so viel ändern?", murmelte die Rothaarige in ihr Kissen bevor sie leise seufzte. Sansa schloss ihre strahlenden Augen, das Kissen lag noch immer auf ihrem Gesicht. Wie gerne sie jetzt schlafen würde. Die Rothaarige fühlte sich so müde, so kraftlos, erschöpft. Doch hatte sie Angst, dass sie nicht mehr aufwachen würde, wenn sie jetzt schlafen würde. Nie zuvor hatte sie sich so verletzen lassen oder war so stark verletzt worden. So war ihre Angst zumindest ein wenig verständlich.

"Hier für dich." Sansa riss erschrocken ihre Augen auf bevor sie ihr Kissen langsam von ihrem Gesicht herunter nahm. Also war Ramsay doch noch hier gewesen. Er war nicht einfach gegangen nachdem er seine Frau hier rüber gebracht hatte. Die Rothaarige legte ihr Kissen neben sich bevor sie sich auf ihren Händen abstützte und sich ein wenig aufrichtete. Ein Stich durchfuhr ihre Bauchgegend doch setzte sich die rothaarige Lady soweit auf, dass sie sich an ihr Bett anlehnen konnte. Dann nahm sie die Tasse entgegen und sah Ramsay kurz an bevor sie zwischen ihm und der Tasse hin und her sah. In Winterfell hatte er ihr nie persönlich etwas zu trinken oder essen gegeben. Er hatte ihr nur eine ihrer Vertrauten gezeigt. Gehäutet. Sansa spürte Übelkeit in sich aufsteigen. Sie wandte ihren Blick ab bevor sie die Tasse auf ihren Nachttisch stellte. Diese Tat war grausam, brutal, barbarisch gewesen doch bezweifelte ein Teil in Sansa, dass Ramsay ihr etwas in ihren Tee gemischt hatte. Ein anderer Teil blieb vorsichtig, misstrauisch. Sansa war hin und her gerissen. Der Tee würde ihr gut tun, das wusste sie. Ihr blauer Blick wanderte zu ihrem Nachttisch bevor sie ihre Hand dann doch ausstreckte und die Tasse wieder zu sich nahm. Zögerlich trank sie einen Schluck. Die Wärme tat gut. Und sie lebte nach diesem Schluck noch immer. Ihr Blick wanderte zu Ramsay, der aus dem Fenster sah. Er wirkte nachdenklich. Sansa zog ihre zarte Haut an ihrer Stirn leicht in Falten. Als hätte ihr Mann ihren Blick bemerkt, wandte er ihr seinen Blick wieder zu. "Und nein du weilst noch unter den Lebenden, ich habe den Heilungsprozess der Wunde beschleunigt, ich hatte eher Sorge, dass es sein könnte, das du es nicht schaffst..", kam es leise von ihrem Mann während er sie anblickte. Diese Worte von dem ehemaligen Bastard zu hören, war äußerst ungewohnt für Sansa. Diese schluckte einmal während ihr Daumen begann auf die Tasse zu tippen. "Danke schön... Lo... Ramsay.", korrigierte sich die rothaarige Lady bevor sie ihren Blick auf ihre Tasse senkte. "Ich möchte ehrlich sein. Ich kann nicht einschätzen... ob Du Dich geändert hast oder... ob das alles ein Teil deiner... deiner Spielchen ist, die Du früher so gern gespielt hast.", fuhr die junge Frau fort bevor ihr Daumen in seiner Bewegung stoppte. "Aber... ein Teil von mir beginnt Vertrauen zu entwickeln.", sagte die rothaarige Stark bevor sie ihren strahlenden blauen Blick auf ihren Mann richtete. Die Kälte in ihrem Blick ließ ihre blauen Augen wie Eissplitter wirken. "Zerstöre mein Vertrauen bloß nicht.", warnte Sansa den ehemaligen Bastard während sie ihre wie Eissplitter wirkenden Augen auf seine durchdringenden, intensiven grauen Iriden gerichtet hatte.
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Ramsay Snow
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BeitragThema: Re: Unverhofftes Wiedersehen   Sa Okt 06 2018, 23:27

Ramsay hatte sich geändert, naja, vielleicht nur ein kleines bisschen. Er war immernoch der gleiche. Der gleiche Mann, der Spaß am Töten hatte. Das würde sich nie ändern. Keiner konnte ihn in dieser Beziehung verändern. Ramsays Macken waren für immer, da war es egal, ob er tot war oder nicht. Er würde dennoch immer dieser grausame Mann sein, den man kannte. Der Dunkelhaarige sah Sansa kurz an. Sie musste sich wirklich sehr ausgeliefert fühlen.
Ramsay selbst konnte keine Gedanken lesen, er war ein Geist, vielleicht ein dämonisches Wesen. Ok vielleicht konnte er es, doch es war gegenüber Sansa dann doch eher ungerecht. Also wusste er nicht, was die Stark gerade dachte. Er hatte ihr sehr weh getan früher. Er hatte Spaß daran, sie zu erniedrigen. Ja hatte, nun aber konnte er sich es nicht mehr vorstellen, Sansa etwas anzutun. Gedanken zu lesen war ein Sache die man auch für böse Zwecke ausnutzen konnte. Das würde er nicht machen, nicht bei ihr.
Jetzt wo Sansa in ihrem Zimmer lag, und er den Tee geholt hatte, hatte er auch sich weiter im Haus kurz umgesehen. Vielleicht einfach zur Sicherheit, dass Petyr nicht da war. Wie er den Menschen eben einfach hasste. Jetzt saß er da bei seiner Frau. “Einer Frau die wunderhübsch ist. Ramsay blinzelte nur kurz, als er über diesen Gedanken nachdachte. Ok vielleicht war er krank, dass er jetzt plötzlich solche Gedanken hatte, und Gefühle für die Lady hegte, die damals nur gespielt waren. Er hatte nicht gehört, was Sansa gesagt hatte bevor er ins Zimmer kam.
Der Bastard sah sie an, legte den Kopf schief als Sansa ihn misstrauisch ansah. Sie wollte schon wieder Lord Bolton sagen. Eine Angewohnheit von ihr, wie es schien, doch verbesserte sie es sofort. Sie hatte wohl doch noch Angst, Angst vor ihm, denn sie war skeptisch als er ihr den Tee gebracht hatte. Vielleicht dachte sie, er sei vergiftet worden. Doch was hätte es Ramsay gebracht, sie zu heilen, wenn er sie nur paar Minuten später umbringen wollte. Das ergab für ihn keinen Sinn. Er hätte sie wenn schon anders getötete.

"Ich möchte ehrlich sein. Ich kann nicht einschätzen... ob Du Dich geändert hast oder... ob das alles ein Teil deiner... deiner Spielchen ist, die Du früher so gern gespielt hast." Meinte die junge Frau, während ihr Daumen in seiner Bewegung Inne hielt "Aber... ein Teil von mir beginnt Vertrauen zu entwickeln.", sagte die Rothaarige dann, während sein Blick ihren suchte. Die Kälte die nun ihre blauen Augen wie Eissplitter wirken ließ, trafen den Blick des Batards "Zerstöre mein Vertrauen bloß nicht." sagte sie dann. An ihrem Tonfall konnte er hören, dass sie es ernst meinte. Da war wieder diese Sansa, die er selbst erschaffen hatte. Die Sansa, die durch seine Taten entstanden war. Doch wusste Ramsay nicht, ob er stolz drauf sein sollte? Sollte er, oder sollte er sie doch als Feindin ansehen, die ihn selbst hinterging. Ramsay war da in sowas vorsichtig. Alle die potenzielle Feinde sein konnten, schnellstmöglich aus dem Weg räumte, bevor sie eine ernstzunehmende Gefahr für Ramsay selbst darstellte.

Ein schiefes Grinsen zierte seine blutleeren Lippen. “Nun, denkst du den, dass ich nur mit dir Spiele und es gar nicht ernst meine mit dir? Hätte ich dich töten wollen, hätte ich dir vorher den Gnadenstoß gegeben, dann hätte ich mir sicher nicht die Mühe gemacht dich irgendwie zu retten, dann wäre ich nicht neben dir gesessen und hätte gewartet, dass du aufwachst Sansa Stark“ begann er dann auch schon, ihre Sorgen auszuhebeln. “Ich hab mein Spiel schon mit dir gespielt Sansa, ich hab aus dir das gemacht, was tief in dir schlummert und ich muss zugeben, ich bin gespannt, die Bestie in dir frei zu lassen, ich will mit eigenen Augen sehen, was du geworden bist“ sagte Ramsay und setzte sich auf die Bettkante und legte die Hand auf ihre Wange und blickte ihr direkt in die Augen. “Ich will das Mosaik dieser zerbrochenen Scherben deines Lebens sehen, die ein Bild der Dunkelheit und der Vernichtung darstellen, ich will die dunkelsten Seiten von meiner Ehefrau sehen, ich will spüren, wie sich alles nach dieser Sansa in mir verzerrt und die Nähe von dir spüren, ich weiß das du nicht ganz unschuldig bist, dass Petyr da ist, ich hab die Narbe an seinem Hals gesehen, ein Schnitt, schnell und präzise. Dennoch tödlich genug und langsam genug, dass du dich an dem Bild eines sterbenden Verräters ergötzen konntest, langsam genug um Genugtuung in deinem Chaos zu bekommen um einen Teil von dir zu beruhigen“ fuhr Ramsay fort, während in seinen grauen, leblosen Augen etwas aufblitzte, etwas, was sowas ähnliches sein konnte wie Neugier, Leben das zuvor nicht da war in Ramsay Augen, Verlangen nach Sansa nach all den Wochen seitdem er tot war.

Wie konnte er ohne Sansa solange alleine sein, wie konnte er nur das Gefühl unterdrücken sie wieder zu besitzen, wenn er schon wusste, dass es ihn ruhelos werden ließ. Nun saß sie hier, vor ihm und er sehnte sich nach ihr, nach ihrer Nähe, nach ihrer Liebe und ihrem Hass gegenüber ihm. Diese Mischung die Ramsay in Sansa selbst entdeckt hat, ließ sie für ihn begehrenswert werden. Ja, Ramsay würde nicht mehr gehen, konnte sie doch tun was sie wollte, ihm war es egal. Er wollte sie und er würde sie sich nehmen, da konnte auch ein Petyr Baelish was daran ändern. Der würde früh genug den Zorn von Ramsay Bolton zu spüren bekommen. Er ließ ihn dennoch etwas zappeln, jetzt wollte er ganz bei Sansa sein. Ramsay kam ihrem Gesicht näher, legte seine kalten, blutleeren Lippen auf ihre. Es war für Ramsay eigenartig, sie zu küssen, nicht das er das früher nicht getan hatte. Sie hatte immer mit Abscheu reagiert, wie sie nun reagieren würde? Er spürte das Leben in ihr, das was sie für ihn beendet hatte. Würde sie ihn wegstoßen? Immerhin küsste man sicher nicht gerne einen Geist.
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Sansa Bolton*
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BeitragThema: Re: Unverhofftes Wiedersehen   So Okt 07 2018, 00:52

Jetzt, wo Sansa wusste, dass Ramsay noch bei ihr gewesen war nachdem er sie in ihr Bett gelegt hatte, fragte sich die Rothaarige was der ehemalige Bastard wohl so lange getrieben hatte. Nur Tee gemacht? Die rothaarige Lady bezweifelte das. Doch sagte sie nichts. Immerhin schien es aufwärts mit ihrer Beziehung zueinander zu gehen. Sie wollte es nicht zerstören. Sowohl aus Angst nicht als auch aus dem Grund, dass ein Teil von ihr diese sich verbessernde Situation zwischen dem Ehepaar zu mögen schien.
Ramsay hatte sich zu Sansa gesetzt während diese den Tee misstrauisch beäugelt hatte. Als die Rothaarige ihren Mann misstrauisch ansah, legte dieser seinen Kopf schief. Schien ihn ihre Angst zu verwirren? Und ihre Nervosität? Fast hätte die junge Lady freudlos, sarkastisch gelacht. Natürlich. Weil diese Reaktion ja auch so unvorstellbar ist. Sansa trank einen weiteren Schluck ihres Tees.
Es war korrekt anzunehmen, dass Ramsay die rothaarige Stark erschaffen hatte. Joffrey hatte sie auch schon gequält. Er hatte ihr gezeigt, dass ihre Heimat eine grausame Welt gewesen war. Und wer nicht den Kopf einzog, sich still verhielt oder mitspielte, verlor seinen Kopf nur allzu schnell. So hatte Sansa gehofft, dass Lord Baelish sie wenigstens mit einem freundlichen, zuvorkommenden Lord verheiratete. Ihre Hoffnungen wurden ein weiteres Mal zerstört als sie erfuhr, dass sie den Sohn Roose Boltons heiraten sollte. Der Sohn eines Verräters. Sansa sah auf ihre Tasse herunter während ihr Daumen wieder begann über diese zu streichen. Was hatte die rothaarige Lady von dem Sohn eines Verräters erwartet? So war es wohl tatsächlich Ramsay, der ihren endgültigen Charakter erschaffen hatte. Auch wenn Sansa sich das noch nicht ganz eingestehen wollte, war es doch so. Sollte sie ihn dafür hassen? Ihn verachten? Erzürnt darüber sein? Schlussendlich hatte ihre Persönlichkeit, die durch Ramsay entstanden war, ihr geholfen als sie Lord Baelish in Winterfell zur Rede gestellt und ihn zum Tode verurteilt hatte. Die Rothaarige schluckte einmal bevor sie ihre Beine anzog und zu einem Schneidersitz verschränkte. Die Tasse hielt die junge Stark noch immer in ihren zierlichen Händen.

Ramsays Lippen verzogen sich zu einem schiefen Grinsen. Wie blutleer sie wirkten. Wie blutleer sie waren. Und das war Sansas Schuld. Dieser Gedanke versetzte der rothaarigen Lady einen Stich. Ärgerlich versuchte sie diesen Gedanken beiseite zu schieben, dass es ihre Schuld war. Er hatte es verdient! Er hat viel schlimmere Dinge getan als ich! "Nun, denkst du den, dass ich nur mit dir Spiele und es gar nicht ernst meine mit dir? Hätte ich dich töten wollen, hätte ich dir vorher den Gnadenstoß gegeben, dann hätte ich mir sicher nicht die Mühe gemacht dich irgendwie zu retten, dann wäre ich nicht neben dir gesessen und hätte gewartet, dass du aufwachst Sansa Stark.", begann Ramsay seine Antwort. Er hatte Recht. Der ehemalige Bastard hätte seine Frau längst töten können doch hatte er es nicht getan. Ihr Vertrauen begann wieder ein wenig anzusteigen. Auch ihre misstrauische, hasserfüllte Seite wurde schmäler. Langsam nickte die Rothaarige. Scheinbar hatte sich ihr Mann doch geändert. Es gab doch noch Wunder auf der Welt. "Ich hab mein Spiel schon mit dir gespielt Sansa, ich hab aus dir das gemacht, was tief in dir schlummert und ich muss zugeben, ich bin gespannt, die Bestie in dir frei zu lassen, ich will mit eigenen Augen sehen, was aus dir geworden bist.", sagte Ramsay. Sansa blickte ihren Mann stumm an bevor sie ihre blauen Augen schloss. Wie gerne sie protestiert hätte, wie gerne die rothaarige Lady gesagt hätte, dass sie keines der Geschöpfe ihres Mannes war. Doch wäre dies eine gewaltige Lüge. Und das wusste Sansa. Sie öffnete ihre Augen wieder bevor sie ihre Tasse auf ihren Nachttisch stellte. "Oft genug hast Du mit mir gespielt. Aus diesem Grund kann ich nicht mehr unterscheiden, was ernst gemeint ist und wann Du wieder mit mir spielst.", erwiderte die junge Lady mit eiskalter Ruhe während sie dem ehemaligen Bastard in seine grauen Iriden blickte. Ramsay setzte sich auf die Bettkante und legte eine seiner Hände an ihre Wange, blickte ihr in ihre eisblauen Augen. Die rothaarige Stark konnte ihren Blick ein weiteres Mal nicht von seinem lösen. Dennoch erinnerte sie diese Berührung an ihre Heimat. Er hat sich offensichtlich geändert!, protestierte ein Teil in der jungen Frau. Der Teil, der begann Vertrauen zu entwickeln. "Ich will das Mosaik dieser zerbrochenen Scherben deines Lebens sehen, die ein Bild der Dunkelheit und der Vernichtung darstellen, ich will die dunkelsten Seiten von meiner Ehefrau sehen, ich will spüren, wie sich alles nach dieser Sansa in mir verzerrt und die Nähe von dir spüren, ich weiß das du nicht ganz unschuldig bist, dass Petyr da ist, ich hab die Narbe an seinem Hals gesehen, ein Schnitt, schnell und präzise. Dennoch tödlich genug und langsam genug, dass du dich an dem Bild eines sterbenden Verräters ergötzen konntest, langsam genug um Genugtuung in deinem Chaos zu bekommen um einen Teil von dir zu beruhigen.", fuhr Ramsay fort. Ein Teil von ihr schrie auf als sie die Worte des Lords hörte. Er verzehrte sich nach der Sansa, die er geschaffen hatte. Wie gern sie ihre Arme um den ehemaligen Bastard geschlungen hätte. Doch... Etwas in ihr weigerte sich noch immer, sträubte sich nach wie vor. Sansa schluckte einmal. Er hatte also den Schnitt an Petyrs Hals gesehen. Sie erinnerte sich gut an diesen Moment. Arya hatte es getan. "Da ich nach Jons Abreise die Lady von Winterfell war, habe ich Lord Baelish für den Verrat an unserem Vater verurteilt. Arya hat ihn getötet.", erwiderte Sansa ruhig auf die Worte ihres Mannes. Sie begann leicht den Kopf zu schütteln. "Dieses Ich willst Du nicht sehen. Das willst selbst Du nicht, Ramsay.", widersprach Sansa ihrem Mann ruhig mit ausdruckslosen Blick. Dennoch erkannte Sansa einen Anflug von Neugierde in den leblosen, grauen, durchdringenden Iriden ihres Mannes.

Sansa würde für Ramsay wohl für immer eine Mischung aus Liebe und Hass empfinden. Sie konnte ihm seine Taten nicht verzeihen. Dafür waren sie zu grausam gewesen. Besonders die Vergehen an ihrer Familie. Er hatte Rickon getötet, hätte Jon töten können. Und er hatte ihr weh getan. Mehrmals. Dies war zu viel für die Rothaarige. Dennoch... schien ein Teil in ihr sich nach dem ehemaligen Bastard zu sehnen. Nach seinen Berührungen, nach seiner Nähe... nach seinen Küssen. Als hätte Ramsay ein weiteres Mal die Gedanken seiner rothaarigen Frau gelesen, kam er ihrem Gesicht näher. Sansas Augen weiteten sich als sie seine kalten Lippen auf ihren spürte. Erschrocken, geschockt, auch mit ein wenig Angst hatte sie ihre Augen weit aufgerissen. Es war ein merkwürdiges, unangenehmes Gefühl solch kalte, tote Lippen zu küssen. Abscheu, Hass, Wut kam in der Rothaarigen auf, der fast sofort auf eine Explosion von positiven Gefühlen traf. So war Sansa unfähig sich zu bewegen.
Nach einiger Zeit lösten sie den Kuss. Die Rothaarige wandte ihr Gesicht ab, schloss ihre Augen. Sie wartete bis sich ihr Gefühlschaos beruhigte. "Das ist schon lange nicht mehr mein Name, Ramsay.", sagte die junge Lady bevor sie ihre Augen wieder öffnete. Sie richtete ihre strahlend, blauen Seelenspiegel auf Ramsays durchdringenden, intensiven grauen Iriden. "Bolton ist korrekt. Sansa Bolton.", beendete die rothaarige Lady ihren Satz. Sie senkte ihren Blick kurzzeitig bevor sie ihn zögerlich wieder anhob. Sie schluckte einmal bevor sie sich zögerlich ein wenig weiter aufrichtete und nach vorne lehnte. Sie legte ihre Arme um ihren Mann und lehnte ihren Kopf an seinen Oberkörper. "Frag bitte nicht wieso. Ich verstehe es selbst nicht.", murmelte Sansa bevor sich ihre Augen vor Erschöpfung schlossen. Die rothaarige Bolton begann ruhig und gleichmäßig zu atmen während sich langsam ein friedliches Lächeln auf ihren Lippen ausbreitete. Wann hatte Sansa wohl zuletzt so friedlich ausgesehen?
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Ramsay Snow
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BeitragThema: Re: Unverhofftes Wiedersehen   So Okt 07 2018, 15:08

„Das ist schon lange nicht mein Name; Ramsay“ sagte seine Frau. Damals hatte sie eher Wert darauf gelegt, Sansa Stark genannt zu werden. Wenn gleich Ramsay es egal war. Für Ihn war es am Schluss nur noch Sansa. Der Name den er ausgesprochen hatte, als sei es Gift. Gift für ihn und er wünschte sich einen schnellen Tod damals. Schnell und Schmerzlos. Wie sie sich wohl gefühlt hatte, als sie mit ansah, wie er von seiner eigenen Hündin zerfleischt wurde? Sie hatte sich sicher gefreut. Immerhin hatte sie zugesehen. Jetzt war alles natürlich anders, sie war anders und er auch. Auch wenn Ramsay sich noch gegen dieses Gefühle für die junge Lady wehren wollte. Er wollte es noch nicht ganz wahr haben, dass es da wirklich was gab. „Bolton ist korrekt, Sansa Bolton“ sagte sie dann weiter.

Damit hatte sie recht, denn sie hatten sich nie geschieden, sie war eine Witwe und trug seinen Namen nach wie vor. Sie waren verheiratet. Doch war Ramsay selbst etwas verwirrt, dass sie es so annahm, ganz plötzlich ohne Vorwarnung. Vielleicht hatte es was mit ihrer Verletzung zutun? Oder sie dachte sie stände in seiner Schuld? Was war das nur, was Sansa so veränderte. War es wirklich die Tatsache, dass sie ihn liebte? Ramsay wusste es nicht, konnte mit sowas eher nichts anfangen. Bis jetzt hatte jede Frau Angst vor ihm gehabt. Jede Frau hätte lieber versucht ihn zu töten oder sich selbst zu töten, doch Sansa war ja schon immer etwas spezielles und das war wohl irgendwie auch gut so, dass sie anders war, dass sie sich von der breiten Masse abhob.

Die junge Dame lehnte sich vor, legte ihre Arme um seine Schultern und bettete ihren Kopf auf den Oberkörper von ihm. Sachte lächelte er dann doch, sah zu ihr runter und strich ihr durchs Haar. Sie sollte sich ausruhen, das wäre besser für sie. Er wartete noch einen Moment, dann legte er sie sanft zurück aufs Bett um sie ja nicht zu wecken. Ramsay sah auf sie herab und strich ihr weiter durchs Haar und betrachtete die Strähne die er durch seine Finger gleiten ließ. Dann wanderte sein Blick wieder auf die sanften Züge Sansas. Sie sah so unschuldig aus, doch wusste Ramsay es auf einmal besser. Sie war nicht mehr dieses naive kleine Vögelchen, sie hatte sich entwickelt, gelernt aus Fehlern und Schmerz, Aus Verfolgung und Angst. Es gab viele solche Frauen die das durchmachten, doch die meisten zerbrachen daran, doch Sansa war da nur Stärker geworden. Stärker und Weiser wie Ramsay fand.

Er selbst hatte eher das Verlangen, bei seiner Frau zu bleiben. So legte er sich neben sie, legte einen Arm um sie und schloss die Augen. Ihre Wärme mochte Ramsay, denn er selbst war kalt. Eben wie ein Toter war, wenn er tot war. Alleine deswegen umarmte er Sansa. Aber nicht nur das, er liebte ihren Geruch. Leicht öffnete er die Augen und sah zu Sansa. Er brauchte nicht schlafen, er brauchte einfach nur neben ihr liegen und aller Ärger war für ihn vergessen. Jetzt zählte gerade nur Sansa für ihn, nichts anderes. Sicher war Sansa es nicht gewohnt, dass wenn sie Aufwachte, jemand neben ihr lag. Er war ja mindestens schon Monate tot gewesen und so wirklich das Bett geteilt, hatten sie nicht.

So war Ramsay gespannt, wie die junge Lady überhaupt darauf reagieren würde. Vielleicht erwartete sie, dass er einfach gegangen wäre. Was üblich für Ramsay wäre. Doch er konnte auch nicht wirklich irgendwo hin. Naja er konnte schon aber ob das eine gute Idee war, war fraglich, nachdem was in den letzten Stunden passiert war. Sansa würde es nicht gut finden, wenn Ramsay Petyr einen Besuch abstatten würde, ohne ihr Wissen. Weswegen er dann auch nicht das Haus verlassen hatte. Da er nicht schlief, stand er auf, suchte sich ein Buch und setzte sich dann aber wieder aufs Bett und laß einfach das Buch. Er brauchte eben eine Beschäftigung solange Sansa schlief.

Später konnte man ja dennoch gucken, wie es weiter gehen würde. Das mit Petry durfte nicht einfach so aus dem Affekt passieren, man brauchte da einen Plan, denn Baelish war ein hinterhältiger Mann. Man musste eben vorsichtiger sein bei diesem. Doch bis es soweit war, würden wohl noch Tage generell vergehen, bis Sansa und Ramsay wussten, was sie gegen ihn tun konnten. Denn es ging nicht, dass dieser Sansa bedrohte und einfach so davon kam. Wegen ihm war sie ja fast gestorben. Er konnte von Glück reden, dass Sansa sicher für Ihre Verhältnisse doch sehr sanft und gnädig war. Lady hätte ihm auch das Gesicht zerbeißen können, was effektiver gewesen wäre, als ihn rauszuschicken.

Sein Blick wanderte im Augenwinkel zu Sansa und er dachte nach. Vor paar Stunden hätte er nie gedacht, dass er nun neben ihr saß und auf sie achtete. Er hatte von sich sicher nie behaupten können, dass er sie so liebte, dass er sie beschützte. Denn sie selbst hasste ihn für die Taten, die er ihr in der Vergangenheit zugefügt hatte. Er konnte sie da verstehen. Jedenfalls Teilweise. Doch er konnte seine Taten nicht ungeschehen machen, könnte er das, würde er es vielleicht auch gar nicht machen. Er hatte einen Ruf und der würde auch bleiben, wenn er sich ändern würde. Für jeden der ihn kannte, war er ein Mörder, ein blutrünstiges Monster. Ein Mann der selbst nicht davor zurückschreckte, die eigene Familie auszulöschen. Wenn man schon nicht vor einem Baby halt machte, dann war man ja schon verloren. Ein Glück, dass Sansa davon nichts mitbekommen hatte. Zwar vom Tod seines Vaters, doch nicht von der Ermordung von Walda Bolton und dem Baby. Dieses war für ihn eine Bedrohung gewesen, für ihn und sein Erbe das er von Roose Bolton zugesprochen bekam.

Es war Angst, die Ramsay vielleicht erst dazu brachte, diese Scheußlichkeit zutun. Angst davor, ersetzt zu werden. Denn seine Mutter selbst, war eine normale Bauernsfrau gewesen. Sie hatte ihren Sohn geformt, als sie die Bösartigkeit von Ramsay bemerkte. Sie war der Hauptgrund, der Ramsay so werden ließ. An und für sich, hätte Ramsay das alles gar nicht tun brauchen. Sein Vater hatte ihn anerkannt, ihn zu einem Bolton gemacht, er hatte ja das bekommen, was er immer wollte. Und doch war er so wütend, und paranoid, dieses kleine Kind, das Walda bekommen hatte, dass dieses ihn ersetzen könnte. Und genau das wollte er nicht. Domeric musste ja auch daran glauben, doch er hatte es ja auch verdient, er hatte Ramsay Jahre lang schikaniert, über ihn Witze gerissen wo es nur ging. Es war erniedrigend für Ramsay gewesen, hatte das letzte Fünkchen Menschlichkeit in Ramsay erstickt, was noch übrig war. Domeric hatte das Monster aus seinem Käfig befreit und hatte mit seinem Leben bezahlt.

Ramsay beobachtete Sansa dann, legte das Buch weg und sah dann zu der Stelle wo die Wunde war. Er musste sie später noch angucken, denn es könnte auch gut sein, dass sie sich entzündet hatte. Das brauchte Ramsay dann wirklich nicht, gerade war alles chaotisch genug. Seine Gefühle für sie, die Tatsache dass es andersherum auch irgendwo und irgendwie so war und die Sache mit dieser kranken Liebe seitens Petyr. Das war Chaos genug für Ramsay, das musste er noch irgendwie verstehen, was hier wirklich ablief.
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Sansa Bolton*
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BeitragThema: Re: Unverhofftes Wiedersehen   So Okt 07 2018, 17:30

Nachdem Sansa eingeschlafen war, hatte sie natürlich nichts mehr um sich herum wahrgenommen. Sie hatte während dem Einschlafen noch gemerkt wie Ramsay sie wieder auf ihrem Bett abgelegt hatte. Doch war dies das Letzte, was sie wahrgenommen hatte. Die junge Frau hatte zur Abwechslung keinen Alptraum obwohl sich ihr Mann neben ihr befand - was sie schlafend nicht ahnen konnte. In ihrer Heimat hatte sie Alpträume gehabt, jede Nacht. Nun jedoch schlief die Rothaarige ruhig.
Sansas Traum handelte von ihrer Familie. Es war alles in Ordnung. Ihr Vater hatte auf ihre Mutter gehört und war nicht mit seinen Töchtern nach Königsmund gereist. Catelyn hatte stets recht gehabt, wenn sie ihren Mann und ihren Sohn vor etwas gewarnt hat. Doch hat keiner von Beiden auf die ehemalige Tully gehört. Und das war ihr Verhängnis. In ihrem Traum allerdings hatte Eddard auf seine Frau gehört. Die Starks lebten in Winterfell während Jon dennoch zur Mauer aufgebrochen war. Der Abschied hatte Sansa traurig gemacht doch fühlte sich die Rothaarige glücklich. Sie heiratete weder Joffrey noch Tyrion. Außerhalb ihres Traumes verzogen sich ihre Lippen zu einem etwas breiteren Lächeln. Doch auch nicht Ramsay. Außerhalb ihres Traumes schwand ihr Lächeln unwillkürlich während sich ein unangenehmes Gefühl in ihrem Bauch breit machte.

Sansa konnte nicht genau sagen, was sie geweckt hatte. War es die Kälte neben sich in ihrem Bett? War es das Gewicht eines weiteren Menschen in ihrem Bett, das ihren schlanken, zierlichen Körper leicht in seine Richtung hatte kippen lassen? Oder war es der Blick, der auf Sansas schlafender Gestalt gelegen hat. Die rothaarige Lady atmete einmal tief durch bevor sich ihre Augenlider langsam anhoben. Sie blinzelte ein paar Mal bevor sie sich zur Seite drehte. Ihr blauer Blick fiel auf eine Hose, besser gesagt auf ein Bein. Die Rothaarige blinzelte einmal, zog ihre Stirn verwirrt in Falten. Ihr strahlender Blick wanderte weiter nach oben. Sansa legte ihren Kopf ein wenig in den Nacken bis sie das Gesicht des Mannes erkennen konnte. Der Blick ihres Mannes lag auf dem Bauch der rothaarigen Lady. Langsam hob die Lady eine Hand und streckte sie nach Ramsays Wange aus. Zögerlich, vorsichtig legte sie ihre zierliche Hand an seine Wange. Kurz verweilte ihre Hand an dieser Stelle bevor die junge Frau ihre Hand wieder sinken ließ. "Du bist wirklich hier geblieben? Die ganze Nacht?", fragte Sansa. Doch konnte sich die Rothaarige selbst die Antwort auf diese Frage geben. Natürlich war Ramsay die ganze Nacht geblieben. Sonst wäre er wohl nicht hier. Neben ihr. In ihrem Bett. Die rothaarige Lady schluckte einmal bevor sie ihre Hände auf ihrem Bett aufstützte und sich aufrichtete. Ihr Bauch protestierte gegen diese Bewegung mit einem Stechen und einem fast unerträglichen Schmerz. Beinahe hätte sich Sansa wieder auf ihre Seite fallen lassen. Beinahe hätten ihre Arme nachgegeben. Doch kämpfte die rothaarige Lady gegen den Schmerz an und setzte sich auf. Die junge Frau lehnte sich an ihrem Bett an bevor sie sich nach Lady umsah. Wo war die Schattenwölfin? Normalerweise schlief sie bei ihrer Herrin. Besorgnis breitete sich in der Rothaarigen aus bevor sie ihre Decke zur Seite schlug. Sie rutschte an den anderen Rand ihres Bettes und stand wackelig auf. Sie hob ihre Hände reflexartig wegen ihrem Gleichgewicht. Als Sansa merkte, dass sie sicher stand, ging sie zu ihrem Kleiderschrank und nahm sich frische Kleidung heraus. Noch immer trug sie das Oberteil, das an ihrem Bauch voller Blut war. Ob sie es jemals wieder vollständig sauber bekommen würde? Fast hätte die junge Frau geseufzt.
Sie verließ ihr Zimmer und ging ins Badezimmer. Während dem Gehen wurde Sansa immer wieder schwindelig, was sie zu überspielen versuchte in der Hoffnung, dass man es ihr nicht anmerkte. Noch immer war diese Situation befremdlich für die rothaarige Lady. Es war befremdlich wie sich Ramsay ihr gegenüber verhielt. Vollkommen anders als in ihrer Heimat. Sie zog ihr Oberteil aus und betrachtete ihren Bauch im Spiegel. Vorsichtig strich sie darüber, was ihr erneut einen heftigen Schmerz durch den Körper schickte. Sie sog die Luft durch die Zähne ein. Eilig zog sie den Rest ihrer Kleidung aus bevor Sansa duschen ging. Anschließend trocknete sie sich ab und zog sich frische Kleidung an, trocknete ihre roten Haare mit ihrem Handtuch ab. Sie schmiss ihre benutzte Kleidung in den Wäschekorb bevor sie aus dem Badezimmer ins Wohnzimmer ging. "Lady?", rief die rothaarige Bolton bevor sie in die Küche ging. Dort öffnete sie den Kühlschrank, schloss ihre Hand fester um den Griff des Kühlschranks als ihr wieder schwindelig wurde. Sansa schluckte einmal angestrengt bevor sie in den Kühlschrank sah. Sie würde bald wieder einkaufen gehen müssen. Leise seufzte die Rothaarige. Einkaufen war das Letzte, was sie heute tun wollte. Es bestand die Gefahr, dass sie auf Lord Baelish treffen würde. Sansa nahm das letzte Steak, das sie im Kühlschrank für Ladys heutiges Frühstück zum Wärmer werden liegen hatte, aus dem Kühlschrank und drehte sich um. Die Rothaarige erschrak ein wenig als die Schattenwölfin hinter ihrer Herrin saß und den Kopf ein wenig schief legte. Sansa sah an sich herunter. Sie trug ein Kleid. Ihr war heute danach. Wieso auch immer. Während sie in die Hocke ging, zog sie mit ihrer freien Hand ihr Kleid unter ihren Hintern, damit man nicht unter den Rock würde sehen können. Dann sah sie ihre Wölfin an. "Guten Morgen, Lady. Wo hast Du denn gesteckt?", fragte die junge Lady bevor sie ihrer Wölfin über den großen Kopf strich. Dann hielt sie der Wölfin ihre freie Hand hin. Ohne etwas sagen zu müssen, legte Lady ihre Pfote in die Hand ihrer Herrin. Sansa lächelte bevor sie der Schattenwölfin das Steak hinhielt. "Langsam.", befahl sie bevor Lady langsam ihren großen Kopf vorstreckte und das Steak vorsichtig in ihr Maul nahm. Sansa ließ das Steak los und stand auf. "Auf Deinen Platz. Ich möchte nicht wieder über Dich drüber fallen, Lady.", sagte die Rothaarige bevor die Wölfin sich umdrehte und zu ihrem Platz trottete. Sansa nahm sich ein Glas aus dem Schrank und füllte es mit Wasser, das sie im Kühlschrank hatte stehen lassen. Dann ging sie zum Fenster. Ihr war seltsam warm. Schon seit sie aufgewacht war. Die rothaarige Bolton trank einen Schluck ihres kalten Wassers. Es tat gut, kühlte sie von innen doch... war der jungen Frau dennoch heiß. Sie stellte ihr Glas auf dem Fensterbrett ab bevor sie ihre Arme verschränkte während sie die Leute draußen beobachtete. Sansa wurde ein weiteres Mal schwindelig. Die junge Frau wandte sich vom Fenster ab und ging mit wackeligen Schritten zu ihrem Schlafzimmer. "Ramsay? Ich muss einkaufen gehen. Möchtest Du mitkommen?", fragte die Rothaarige. Sie konnte sich ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass Ramsay diese Bitte gerne nachkommen würde. In ihrer Heimat hätte er es wohl nicht gern getan, wie die rothaarige Bolton vermutete. So sah Sansa kurz zu Boden bevor sie ihren Blick wieder auf Ramsay richtete. Ein Hauch von Angst war in ihren strahlend blauen Seelenspiegeln erkennbar. Man sagte immer, die Augen wären die Spiegel der Seele. So war es oftmals in Sansas Fall. Oftmals konnte man durch ihre Augen ihre Gefühle erkennen, auch wenn sich die rothaarige Bolton noch so sehr daran versuchte, ihre Gefühle zu verbergen. "Ich... möchte nicht allein gehen. Ich... möchte Lord Baelish nicht allein begegnen, wenn... er mir wieder folgt...", fügte die rothaarige Lady zögerlicher, etwas nervöser hinzu.
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Ramsay Snow
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BeitragThema: Re: Unverhofftes Wiedersehen   So Okt 07 2018, 21:50

Ramsay beobachtete seine Frau interessiert, sie lächelte also musste sie etwas schönes Träumen. Er konnte sich noch gut daran erinnern, dass sie in Winterfell immer täglich schlecht geschlafen hatte. Doch war es ihm egal, warum sollte er sich bitte auch darum damals gekümmert haben. Es gab andere Sachen für ihn zu tun, wie das Jagen oder Leute bestrafen, die nicht treu waren. All solche Dinge eben. Da blieb keine Zeit dazu, um die Frau zu trauern und zu überlegen, wie man ihr das Leben besser gestalten würde. Zwar hatte er gehört, dass Joffrey sie einst vor ganz Kingslandig schikaniert hatte, doch Ramsay hatte darauf immer geachtete, dass es von außen hin so wirkte, als sei alles gut. Nie hatte er sie in aller Öffentlichkeit vorgeführt. Sowas tat ein Mann seiner Frau nicht an. Doch das er sie vergewaltigte, wohl schon. Ramsay kannte es vielleicht auch nicht anders, vielleicht lag es einfach auch nur daran, dass seine Mutter von Roose vergewaltigt worden war und das irgendwie in den Genen des Boltons somit lag.

Der Dunkelhaarige richtete seinen Blick auf sie als sie kurz tief einatmete und dann ihre Seelenspiegel öffente nur um paar Sekunden danach, ihn zu entdecken. Er sah sie an, als sie ihre Hand ausstreckte nach ihm, spürte er die Wärme die von ihr ausging. Seine Hand legte sich auf ihre und er hielt ihrem Blick stand. "Du bist wirklich hier geblieben? Die ganze Nacht?" fragte sie ihn auch schon. "Hätte ich den nicht?" fragte er sie dann aber auch schon. Klar war er hier geblieben, wo sollte er den sonst hin? Ihm war es lieber, bei ihr zu bleiben, denn ganz über den Berg war die Orangehaarige nicht. Die Verletzung musste heilen. Als sie jedoch aufstand, es zumindest versuchte, wollte er schon etwas sagen, doch würde das wohl nicht all zu viel bringen. Sie würde ihm wiedersprechen. Doch brauchte sie auch frische Klamotten, sie konnte nicht mit einem Blut getränktem Oberteil hier herum wandern, das ging natürlich nicht und unangenehm war es ja dann auch. Er hätte es selbst auch nicht getan. Er sah ihr dann aber einfach nur nach, wie sie ins Bad ging und seufzte leise, kratzte sich am Hinterkopf. Sein Verhalten war selbst für ihn, eher sehr komisch, gewöhnungsbedürftig. Was war nur in ihn gefahren? Vielleicht war ihm sein eigener Tod zu viel geworden? Vielleicht war er ja aber auch verflucht? Was wusste er schon. Er war ein Geist, er wusste aber auch nicht wirklich, warum er hier war. Vielleicht war er hier, weil Sansa hier war und er sie vermisste? Wie verrückt war eigentlich dieser Gedanke? Irgendwie war der sogar beängstigend.

Sansa suchte nach Lady, diese hatte sich sonst wo herumgetrieben, denn es hörte sich so an, als würde Sansa ihre Schattenwölfin nicht finden. Während Sansa unten war, sah er sich in diesem Stockwerk etwas um, immerhin hatte er keine große Lust, später ganze Zeit zu fragen, wo er was finden würde, das brauchte wirklich nicht sein. Doch sah er dann zur Tür, als Sansa zu ihm hochrief, das sie einkaufen gehen wollte. Sie wollte mit ihm einkaufen gehen? Ohje das konnte ja was werden, er und einkaufen, das war immer so ein Erlebnis für sich. Dann hörte er auch schon, wie sie wieder Richtung Schlafzimmer ging. Er ging dann auch schon dort hin und sah dann zu Sansa. Er blickte sie an, hörte ihr zu. Verständlich das sie Angst hatte, Lord Baelish wieder zu treffen. Nach all dem was er ihr angetan hatte. Doch war sich Ramsay nicht sicher, ob seine Frau überhaupt in der Lage war, irgendwo hin zu gehen.

"Mitkommen kann ich gerne Sansa...nur...bist du dir auch sicher, dass das dir nicht zu viel wird? Du kannst dich doch kaum auf den Beinen halten, ich weiß ja nicht, ob das eine gute Idee ist, dich schon so zu belasten. Solche Verletzungen sollte man nicht zu sehr beanspruchen, am aller wenigsten weil sie erst einen Tag alt ist Sansa, ich kann einkaufen gehen, dann kannst du dich ausruhen, du musst mir dann eben nur sagen, was du ... wir alles brauchen" fuhr Ramsay fort. Ja wir...er würde solange hier bleiben, bis Sansa wieder gesund war. Ob sie ihn dann noch hier haben wollte, war da dann doch ein andere Kapitel bei dieser Geschichte. Noch war nicht alles in trockenen Tüchern, ein Teil von Sansa schien ihm immernoch nicht zu vertrauen. Er selbst würde sich auch nicht vertrauen. Wäre er ein Fremder für sich. Doch er war froh, dass er sich selbst nicht als Feind hatte.


Andererseits wäre es besser wenn sie mitkam. Dann hatte er sie im Auge und konnte auch eingreifen, falls was war, würde er nun alleine losgehen, dann könnte es im schlimmsten Fall so kommen, dass sie hilflos diesem Kerl ausgeliefert war, zwar gab es die Möglichkeit, dass Sansa ihn anrufen könnte oder ihm schreiben könnte, doch zu 100 % war das nie sicher. Ramsay dachte dann auch schon angestrengt nach, was der beste Weg war, dass sie was zu essen hatten und das Sansa nichts passierte. Denn er konnte sich sehr gut vorstellen, dass Sansa die Wunde weh tat. Sie war noch ganz frisch, auch wenn der Heilungsprozess beschleunigt wurde von Ramsay selbst, war das kein Garant dafür, dass sie jetzt nach einem Tag wieder fröhlich durch die Weltgeschichte hoppsen konnte wie sie wollte. Sie musste sich schonen, doch machte sie wiederum nichts, was sie sehr belastete. So wie er Sansa momentan einschätzte, würde sie darauf bestehen, mit zu kommen, denn Ramsay selbst kannte sich ja nicht mal wirklich in einem Laden aus.
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Sansa Bolton*
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BeitragThema: Re: Unverhofftes Wiedersehen   Mo Okt 08 2018, 01:47

"Hätte ich nicht?", erwiderte Ramsay auf die Frage seiner rothaarigen Frau. Sansa blinzelte einmal ruhig, blickte ihren Mann weiterhin in seine grauen, intensiven Iriden. Für einen kurzen Moment blickte sie ihren Mann ruhig, stumm an während sie ihre Augen nicht von Seinen lösen konnte. "Nein... Ich bin froh, dass Du geblieben bist.", kam es der rothaarigen Bolton flüsternd über die Lippen während sie ihren dunkelhaarigen Mann weiterhin ansah.

"Mitkommen kann ich gerne Sansa...nur...bist du dir auch sicher, dass das dir nicht zu viel wird? Du kannst dich doch kaum auf den Beinen halten, ich weiß ja nicht, ob das eine gute Idee ist, dich schon so zu belasten. Solche Verletzungen sollte man nicht zu sehr beanspruchen, am aller wenigsten weil sie erst einen Tag alt ist Sansa, ich kann einkaufen gehen, dann kannst du dich ausruhen, du musst mir dann eben nur sagen, was du ... wir alles brauchen.", meinte Ramsay. Er ließ seine rothaarige Frau nicht zu Wort kommen. Diese sah den ehemaligen Lord von Winterfell unverwandt an, legte ihren Kopf ein wenig schief. "Es geht mir gut. Du klingst wie meine Mutter. Oder mein Vater.", meinte sie, kniff ihre Augen ein wenig zusammen. In ihrer Heimat schien Ramsay Sansas Vater nicht sonderlich gemocht zu haben. Ob sich das wohl auch in dieser Welt geändert hatte? Sansa zweifelte daran. "Es ist ungewohnt Dich so besorgt zu sehen. Mögen Männer Deines Schlages nicht starke Frauen?", fragte die rothaarige Bolton und zog eine Augenbraue hoch bevor sie sich noch einmal über ihr Kleid strich und dann wieder zur Treppe ging. Erst jetzt realisierte sie, dass Ramsay im Plural gesprochen hatte. Wir. Sansas Herz machte vor Freude einen Sprung. Die Rothaarige schluckte einmal während ihre Hand ruhig auf dem Treppengeländer ruhte. "Und übrigens.", setzte die Rothaarige an bevor sie sich ein wenig zu Ramsay umdrehte. "Ich bin froh... dass Du da bist.", fuhr sie etwas zögerlicher fort. Es war wieder der Teil in ihr, der Vertrauen zu schöpfen begann und sich unsicher war, ob Ramsay dieses verdient hatte. Sie hatte Angst wie schon oft vorher verletzt zu werden. Sie schenkte dem dunkelhaarigen Lord ein leichtes Lächeln bevor sie sich wieder abwandte und die Treppen hinunterging.

Unten stand Lady bereits am Treppenabsatz. Sansa lächelte die Schattenwölfin an und sprang von den letzten zwei Treppenstufen leichtfüßig auf den Boden bevor sie sich zu der Wölfin umdrehte. Ihr Bauch begann wieder zu schmerzen doch schenkte die rothaarige Lady diesem Schmerz keine weitere Beachtung. Wieso auch? Sie war noch nie derart verletzt worden, sie hatte noch nie eine derartige Wunde gehabt. Wie also sollte sie wissen, dass diese Verletzung schlimmer war als sie es einschätzte? Sansa nahm das Halsband und die Leine von der Wandhalterung. Sie strich ihr Kleid wieder unter sich als sie in die Hocke ging. Leise seufzte die rothaarige Bolton. "Du bist ja schon wieder gewachsen. Was mache ich nur mit Dir? Ich will Dir hier nicht auch einen Strick um den Hals binden müssen wie zu Hause in Winterfell.", meinte die Rothaarige seufzend und strich der Wölfin über den Kopf. Diese wandte den Kopf ab. Sansa hängte Leine und Halsband wieder an die Halterung. "Dann eben ohne.", seufzte die junge Frau bevor sie ihre Schuhe anzog und ihre Jacke vom Hacken nahm. Sie zog ihre Haare aus der Jacke als sie diese anzog und griff nach ihrem Geldbeutel und ihrem Schlüssel. Ihr Handy steckte sie in ihre Jackentasche. Dann sah Sansa zur Treppe. "Kommst Du?", fragte die rothaarige Lady bevor sie die Wohnungstür öffnete. Lady schlüpfte an Sansa vorbei. Sie folgte Lady nach draußen. Die junge Frau blinzelte ins Sonnenlicht bevor sie ihre Hände in ihre Jackentaschen steckte. Sansa verzog ihre Lippen zu einem Lächeln während sie das warme Sonnenlicht auf ihrem Gesicht genoss. Die Wärme auf ihrem Gesicht tat der Rothaarigen gut. Lady sprang an der Seite ihrer Herrin hoch und legte ihre Pfoten an den Körper ihrer Herrin. Erschrocken öffnete diese ihre schönen, blauen Augen wieder. "Lady! Nicht! Das Kleid ist doch weiß!", protestierte die junge Lady. Die Schattenwölfin ließ sich auf den Boden fallen bevor sie ein paar Meter vorsprang. Sie blickte in Richtung Wald. Sansa zog ihre Stirn in Falten bevor sie verstand. "Nein, Lady. Wir gehen Charlie heute nicht besuchen.", erwiderte die rothaarige Bolton bevor sie sich in Richtung des Supermarktes in Bewegung setzte. Sie sah zu ihrer Schattenwölfin. "Komm, Lady!", befahl sie der Wölfin, die sich widerwillig in Bewegung setzte. Sansa sah zu Ramsay. "Kommst Du? Mir ist schwindelig, ja. Deshalb will ich das schnell hinter mich bringen, damit ich schneller wieder Zuhause bin. Außerdem... bezweifle ich, dass Du jemals in einem Supermarkt gewesen bist. Liege ich richtig? Ramsay?", fragte die Rothaarige bevor sie dem Dunkelhaarigen ein breiteres Lächeln als zuvor schenkte. Es wirkte frech, herausfordernd. Der Unterton in ihrer Stimme war zuckersüß, und ebenso provokant wie das Lächeln der rothaarigen Lady. Die Rothaarige setzte sich in Bewegung, hielt das Lächeln, mit dem sie Ramsay über ihre Schulter hinweg bedachte, noch für einen kleinen Moment bevor sie wieder geradeaus sah.
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Ramsay Snow
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BeitragThema: Re: Unverhofftes Wiedersehen   Mo Okt 08 2018, 07:31

"Es ist ungewohnt Dich so besorgt zu sehen. Mögen Männer Deines Schlages nicht starke Frauen?" sagte sie. Ramsay sah sie an und zog die Augenbrauen hoch. “Du klingst ja schon fast so, als würdest du darum betteln, dass ich dich verrecken lasse Sansa, nur weil ich mich um dich sorge, heißt es nicht, dass ich es nicht mag, eine starke Frau an meiner Seite zu haben, ich bin halt nicht immer das herzlose Monster das alle sehen“ sagte Ramsay seufzend und sah sie dann noch ein bisschen an. Dann aber lächelte er leicht. „Ich bin froh…das du da bist“ sagte sie dann auch schon. Einen Satz, der der Lady von Winterfell damals sicher nicht über die Lippen gekommen wäre und wenn dann wäre es einfach nur voller Abscheu. Doch das gerade klang nicht danach, dass sie es voller Abscheu sagte. Dann grinste er leicht. “Jaja schon klar Sansa, wenn ich so wie deine Eltern klinge, dann weiß ich auch nicht weiter“ sagte er zu ihr. Er ging ihr dann erstmal langsam hinter her und ging die Treppen runter und sah dann zu Lady und Sansa.
 
Noch immer war er verwirrt, dass die Schattenwölfin lebte, eigentlich war sie doch getötet worden, jedenfalls hatte man es ihm mal erzählt, aber das brauchte ja keiner zu wissen. Sansa war glücklich und das war die Hauptsache. Leicht lächelte er nur, als sie mit Lady sprach. Schattenwölfe verstanden das wohl anscheinend, wenn man mit ihnen sprach, es war wie mit seinen Hündinnen gewesen, die hatten ihn auch verstanden, naja außer als er starb, da hatten sie ja Hunger, Ramsay hatte da eher dumm gehandelt, die Hunde aushungern zu lassen. Er hätte es anders anstellen sollen, doch damals war er sich ja noch sicher, dass er die Schlacht gewinnen würde. Er wurde eines besseren belehrt. Der Geist wartete dann und ging dann zu Sansa. Folgte ihr dann nach draußen. Er sah dann kurz zu Lady die lieber in den Wald gehen wollte, doch verengte er die Augen.
 
“Wer war jetzt wieder Charlie? fragte er sich in Gedanken. Er selbst kannte keinen Charlie und irgendwie war es komisch. Innerlich war er eifersüchtig, doch nach außen hin, zeigte er nicht, was in ihm eigentlich vor ging. Es war Jahre lange Übung gewesen, seine Gefühle so zu verstecken, dass es keiner wirklich sehen konnte. Er folgte ihr dann einfach nur und lächelte dann auch, als sie ihn anlächelte. Desto weniger sie davon mitbekam, was in ihm vor ging, desto weniger würde sie ins Zweifeln kommen. Ramsay hatte sich geändert, teilweise. Doch sah er Sansa auch ein wenig noch als sein Eigentum an. Es war zwar eine kranke Denkweise, doch was interessierte das ihn? Eigentlich gar nichts. Der Dunkelhaarige sah dann aber Sansa an.
 
"Kommst Du? Mir ist schwindelig, ja. Deshalb will ich das schnell hinter mich bringen, damit ich schneller wieder Zuhause bin. Außerdem... bezweifle ich, dass Du jemals in einem Supermarkt gewesen bist. Liege ich richtig? Ramsay?“ mit diesem Satz hatte sie gar nicht so unrecht. “Genau genommen, war ich nur kurz in einem, immerhin brauche ich als Geist ja nicht wirklich etwas zu essen, klar ich kann essen, notwendig ist es aber dennoch nicht für mich“ klärte er sie auf und sah dann nach vorne. Man sah im Sonnenlicht natürlich sehr stark, die Bissspuren, Bissspuren die Narben geworden waren. Manchmal war es aber so, dass es sich für Ramsay anfühlte, als seien die Wunden frisch. Manchesmal hatte er sowas wie Wahnvorstellungen, dass das Blut einfach nur so spritzte, runter lief, obwohl es das gar nicht tat. Geister bluteten ja nicht und das schien Ramsay manches Mal zu vergessen. Unbewusst strich er leicht über eine tiefe Narbe.
 
“Was möchtest du eigentlich kaufen?“ fragte er. Er kannte es mittlerweile so, dass man sich eine Liste machte, was alles eingekauft werden müsste, dass hatte er bei seinem kurzen Besuch in einem Laden gesehen. Also entweder brauchte Sansa keine, oder sie brauchte nur so wenig das sie es sich merken konnte, oder sie hatte so ein gutes Gedächtnis, dass sie gar keinen Zettel brauchte. Er folgte ihr einfach, wusste er ja nicht wo es hinging. Er kannte sich hier nicht aus. Manchmal war Sansa doch sehr stichelnd, doch das liebte er irgendwie jetzt an ihr.
 
“Und sag mir Bescheid, wenn dir schwindlig wird, ich bin wie du dir denken kannst, immer noch nicht so sonderlich begeistert von der Idee das du mitkommst“ sagte er dann auch. Gerade noch war er nett, doch würde sich mit der Zeit zeigen, dass er grausamer den je war. Zwar nicht zu Sansa, doch aber zu anderen Leuten, die seiner Familie was antun wollten. Gut, Ramsay hatte als Familie nur noch Sansa, wie die anderen Stark zu ihm standen, war ja eher fraglich. Arya war ja eine Killerin, Jon war mit…seiner Tante zusammen. Unvorstellbar war es ja schon, dass der Bastard doch kein Bastard war. All die Jahre hatte man ihn belogen oder beschützt, je nachdem wie man es sah. Sein Blick wanderte zu Sansa. Wie sie wohl darüber dachte?
 
“Sag mal Sansa, wie kommst du eigentlich damit klar, das Jon ein halber Targaryen ist? Immerhin bist du irgendwie jetzt auch mit den Targaryens verwandt“ meinte er nun. Für Leute die die Geschichte der Targaryens kannten, waren die Targaryen stets Monster gewesen. Ramsay fragte sich gerade, ob Jon vielleicht verrückt werden konnte, es steckte ja irgendwie in den Genen von dieser Familie, ob man wollte oder nicht, für Sansa würde es jedoch nicht leicht sein, alleine weil Daenerys Targaryen Jon dazu erst gezwungen hatte das Knie zu beugen, außerdem hatte sie ja ein ganz anderes Bild der Targaryen, hatte Jon nicht ziehen lassen wollen. Jetzt wo die zwei Häuser vereint waren, prallten sicher zwei mächtige Frauen aufeinander, das konnte gut oder böse enden. Ramsay persönlich, traute Daenerys Targaryen nicht, zwar kannte er sie nicht, doch ein Targaryen war für ihn jemand, der Freude daran hatte, Menschen zu verbrennen, die einem Nahe standen. Wer wusste denn, ob Daenerys nicht Sansa als eine Art Konkurrenz sah? Mit Leichtigkeit konnte die Drachenkönigin einfach mal kurz einem ihrer Drachen sagen, er solle sie verbrennen. Irgendwann würde Ramsay sich aber sicherlich sein eigenes Bild von dieser Vereingung machen können, es war unvermeidbar, dass er Jon irgendwann wieder gegenüber stehen würde. Wie dieser wohl auf ihn reagieren würde? Sicher nicht erfreut und erst recht nicht,  das er bei Sansa war. Er musterte seine Frau. Ob sie ihm das schon gesagt hatte mit ihm und ihr?
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Sansa Bolton*
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BeitragThema: Re: Unverhofftes Wiedersehen   Mo Okt 08 2018, 20:11

Auf Sansas Worte bezüglich der Frauen hin, die Ramsay bevorzugte, hob dieser nur seine Augenbrauen. Eine Mimik, die Sansa insgeheim recht gut gefiel. Zwar sprach sie es nicht aus oder zeigte es ihrem Mann doch musterten ihre blauen Augen das Gesicht des Dunkelhaarigen als dieser seine Augenbrauen hochgezogen hatte. Vielleicht sah sie Ramsay auch einen Moment zu lang an. So riss ihr dunkelhaariger Mann seine rothaarige Frau aus ihren Gedanken. "Du klingst ja schon fast so, als würdest du darum betteln, dass ich dich verrecken lasse Sansa, nur weil ich mich um dich sorge, heißt es nicht, dass ich es nicht mag, eine starke Frau an meiner Seite zu haben, ich bin halt nicht immer das herzlose Monster das alle sehen.", meinte der dunkelhaarige Lord seufzend. Sansa blinzelte einmal. Seine Worte brachten die junge Frau ins Überlegen. Wieso ging eigentlich jeder immer davon aus, dass schlechte Menschen so geboren worden sind? Ihre Vergangenheit, ihre Erlebnisse machten sie zu dem, was sie in der Gegenwart waren. Scheinbar hat Ramsay einiges erleben müssen., meinte die Rothaarige stumm. Die rothaarige Bolton spürte wie ihr warm ums Herz wurde als sie Ramsays leichtes Lächeln sah. In ihrer Heimat hatte ihr sein Lächeln Unbehagen bereitet, ihr einen kalten Schauer über den Rücken gejagt, ihr eine böse Vorahnung beschert. Doch nun... verspürte die rothaarige Lady das Bedürfnis sein Lächeln zu erwidern. "Jaja schon klar Sansa, wenn ich so wie deine Eltern klinge, dann weiß ich auch nicht weiter.", sagte der dunkelhaarige Lord als er ihr die Treppen runter folgte. Sansas Lippen verzogen sich zu einem Lächeln bei seinen Worten.

Sansa hatte nicht daran gedacht, dass Ramsay ihre Worte gehört haben könnte. Seit sie Lady hier wiedergesehen hatte, war sie stets allein mit der Schattenwölfin gewesen. So hatte sie sich keine Sorgen machen müssen, dass irgendjemand ihre Unterhaltungen hätte mitbekommen können. Die rothaarige Bolton sah den dunkelhaarigen Bolton aus dem Augenwinkel an bevor sie wieder gerade aus sah. "Verzeih. Ich habe vergessen, dass ich nicht mehr mit Lady allein bin.", sagte die Rothaarige. Es kam ihr falsch vor, dass sie vor ihrem Mann von einem anderen Mann sprach. Und ihn auch noch mit seinem Vornamen ansprach. Die Rothaarige blinzelte einmal ruhig. "Vor ein paar Wochen war ich mit Lady im Wald unterwegs. Dort habe ich einen Geist getroffen, der mich scheinbar hatte erschrecken wollen. Es ist ihm tatsächlich gelungen.", meinte die Rothaarige lächelnd. "Er stellte sich mir als Charlie Fierick vor und schien nach einem Freund zu suchen. Charlie meinte, er müsse seinen Freund vor irgendwem warnen.", fügte die rothaarige Lady nachdenklicher hinzu. Sie blinzelte ein paar Mal bevor sie stehen blieb, um ein Auto durchfahren zu lassen. Mittlerweile kannte sie den Namen von diesen fahrenden Gestellen. "Ich werde Charlie wohl wieder besuchen müssen. Wegen Lady. Sie scheint ihn zu mögen. Leute, die Lady mag, bringen ihnen Pluspunkte bei mir ein.", meinte die junge Frau lächelnd bevor sie weiter lief.

"Genau genommen, war ich nur kurz in einem, immerhin brauche ich als Geist ja nicht wirklich etwas zu essen, klar ich kann essen, notwendig ist es aber dennoch nicht für mich.", klärte der dunkelhaarige Lord seine Frau auf. Sansa hatte damit gerechnet, dass Geister nicht essen mussten. Doch sicher war sich die rothaarige Bolton nicht gewesen. Scheinbar hatten die Geschichten doch gestimmt, die Eltern ihren Kindern immer über Geister erzählten. Sansa sah ihren Mann aus dem Augenwinkel wieder an. Dabei fielen ihr die Bissspuren, die mittlerweile zu Narbe geworden waren, stark auf. Die Rothaarige spürte einen Stich als sie die tiefste Narbe von allen. Ramsay strich über die Narbe, unbewusst scheinbar. Sansa blieb stehen bevor sie ihre Hand um Ramsays Handgelenk schloss und ihn zum Stehenbleiben brachte. Ihr Blick war auf seine Narben gerichtet. Langsam hob sie eine Hand bevor sie mit ihren Fingern über die tiefste Narbe zu streichen begann. Vorsichtig legte sie ihre Finger an seinen Hals bevor die Rothaarige langsam der Linie folgte. Sansa spürte erneut einen Stich. Doch dieses Mal war er schmerzhafter. Vermutlich, weil sie seine Narbe berührte, für die sie verantwortlich war. "Es tut mir leid... Es tut mir so leid, Ramsay.", sagte sie mit rauer Stimme, die voller Trauer und Reue war. Sansa zog ihre Hand zurück als sie das Ende der Narbe erreicht hatte. In Winterfell war sie von Genugtuung erfüllt gewesen, von Genugtuung, Freude... und Freiheit. Doch nun? Nun bereute die Rothaarige ihre Taten. Sie bereute was sie dem schrecklichsten Lord des Nordens angetan hatte.

"Was möchtest du eigentlich kaufen?" Ramsays Frage riss die Rothaarige aus ihren Gedanken. Sie wandte sich wieder zum Weitergehen bevor sie ein paar Mal lautlos tief durchatmete. Leise räusperte sich Sansa. "Ich bin ein Mensch und Menschen müssen essen. Außerdem muss ich für Lady auch einiges besorgen.", erwiderte die junge Frau. Es stimmte, dass man oftmals Einkaufszettel benutzte. Doch Sansa brauchte keinen. Sie hatte im Kopf was sie besorgen musste. "Und sag mir Bescheid, wenn dir schwindelig wird, ich bin wie du dir denken kannst, immer noch nicht sonderlich begeistert von der Idee das du mitkommst.", meinte der ehemalige Bastard. Fast hätte Sansa wieder geseufzt. Stattdessen lächelte die Rothaarige. Es war wohl wieder die Seite in ihr, die Vertrauen entwickelt hatte, das immer weiter anwuchs. "Danke, Ramsay.", erwiderte die junge Lady lächelnd.

"Sag mal Sansa, wie kommst du eigentlich damit klar, das Jon ein halber Targaryen ist? Immerhin bist du irgendwie jetzt auch mit den Targaryens verwandt.", meinte der ehemalige Bastard. Vor Überraschung und völlig perplex blieb Sansa stehen. Mit diesem Gesprächsthema hatte die Rothaarige keineswegs gerechnet. Mit leicht offen stehenden Lippen und überraschtem Gesichtsausdruck blickte die rothaarige Lady den dunkelhaarigen Bolton an. Sie blinzelte ein paar Mal, um sich aus der Starre wieder zu lösen. "Ich... habe nicht damit gerechnet, dass du Jon ansprichst.", erwiderte die rothaarige Lady ehrlich. Die Worte ihrer Hochzeitsnacht hallten Sansa in den Ohren wieder. Wir Beide sind Mann und Frau. Wir sollten ehrlich zueinander sein. Nicht wahr? Hätte Ramsay diese Worte nicht in dieser Nacht, nicht zu dieser Zeit und erst recht nicht in ihrer Heimat zu der jungen Frau gesagt, hätte sie diese Worte wohl als romantisch einstufen können. Doch hatte der ehemalige Bastard nicht unrecht mit seinen Worten gehabt. "Ich... habe nicht erwartet, dass Jon ein Targaryen ist. Und was Daenerys Targaryen betrifft... Ich bin skeptisch ihr gegenüber und traue ihr nicht recht. Wenn er mir auch nicht geglaubt hat, bin ich der Meinung, dass sie ihm nur etwas vorspielt. Ich denke, sie will Jon in Sicherheit wiegen bevor Daenerys ihm den Todesstoß versetzt. Er ist der rechtmäßige Thronerbe der Königslande und sie hatte schon immer die Herrschaft über die Königslande angestrebt und begehrt. Jon ist ein Störfaktor. Solange er lebt, stellt er eine Bedrohung für sie da.", erwiderte die rothaarige Stark während ihr Blick abgeschweift war und sie mit ihren strahlenden Augen die Menschen in ihrer Umgebung beobachtete. Leise räusperte sich die rothaarige Bolton bevor sie ihren Blick verlegen senkte. "Verzeih. Ich musste nur gerade an die Worte eines Mannes aus unserer Heimat denken. Wenn ich mich recht erinnere, sagte er mir, dass sich Mann und Frau in der Ehe ehrlich gegenüber stehen sollten.", sagte Sansa bevor sie ihren Blick hob. Leicht kniff sie ihre Augen zusammen als sie diese auf Ramsay richtete. "Was denkst Du über diese Sache? Über Daenerys Targaryen? Und darüber, dass Jon ein Targaryen sein soll?", fragte die Rothaarige misstrauisch. Ihre Denkweise während sie geantwortet hatte, erinnerte sie ein wenig an Ramsays Denkweise. Als Rickon sich in seiner Gewalt befunden hatte, hatte sie Jon mit ähnlichen Worten versucht zu erklären wie Ramsay tickte. Begann sie schon wie ihr Mann zu denken?
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Ramsay Snow
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BeitragThema: Re: Unverhofftes Wiedersehen   Di Okt 09 2018, 22:04

Der Dunkelhaarige hörte ihr zu und ob es ihm gefiel was sie da erzählte war er sich nicht ganz so sicher. Er teilte nicht gerne und erst recht nicht seine Frau. Doch wenn die Schattenwölfin diesen Kerl mochte, was konnte er groß dagegen tun? Ok er könnte diese umbringen, doch ob das überhaupt was brachte? Sansa würde ihn dafür hassen. Er sah ja, wie sie mit Lady umging. Er sah dann schweigend zu ihrem Lächeln, sagte dazu jetzt erstmal nichts, er wollte nicht etwas zerstören, was sich gerade aufbaute so nach und nach. Er würde sie nicht verlieren, zu einer Beziehung gehörte ja immerhin auch vertrauen. Damals hatte er Reek auch vertraut, als dieser mit einer Rasierklinge Ramsay rasierte. Er hatte danach ja noch gelebt. Was Sansa betraf, Ramsay würde sie nicht hergeben, er musste jetzt lernen ihr zu vertrauen, dass sie ihn nicht fallen ließ, ihn nicht hinterging.
 
Der Bolton ging dann weiter, aber blieb dann stehen, als er bemerkte, wie jemand seine Handgelenke umfasste. Sansa zwang ihn so, wirklich stehen zu bleiben. Er sah auf sie hinunter. In seinen Augen schien sich etwas zu rühren als sie sagte, dass es ihr so leid tat. Das kam wirklich reichlich spät. Er hatte noch gesehen, wie die Genugtuung ihm aus ihren Augen entgegen blitzte, während sie einfach dastand und seinen Schreien lauschte. Er gab nur ein leises Schnauben von sich, nahm dann ihre Hände als diese über die Narbe strich. Die rauchig grauen Augen sahen in die strahlend blauen Seelenspiegel seiner Frau. “Es ist passiert und da kann man nichts ändern, nicht mal du“ sagte er schroff. Dieses Ereignis kam Ramsay eher bitter hoch, wenn man es darauf ansprach. Es war nicht so, dass Ramsay Sansa hasste, nein er liebte sie doch selbst wenn Sansa sich entschuldigte, es waren Narben, Narben die sich in seine Seele eingebrannt hatten. Manche waren sichtbar, manche nicht. Er hätte sich jetzt hinterher gewünscht, dass Jon ihn einfach tot geprügelt hätte, es wäre angenehmer gewesen, als von Hunden zerfleischt zu werden. Jetzt musste er das erst mal nach und nach verarbeiten und das könnte wohl noch eine Tortur werden.
 
Ramsay sah sie an und sah dann zur Schattenwölfin. “Du musst dann aber sehr viel Fleisch kaufen, sie wird größer“ sagte er dann und sah wieder zu Sansa als er mit ihr weiter ging. Er kannte sich mit Schattenwölfen aus. Denn seine Hündinnen waren auf Schattenwölfe abgerichtet. Er hatte damals mit ihnen sogar Schattenwölfe getötet. Jetzt hatte er keine von ihnen mehr bei sich und Ramsay vermisste seine Hündinnen. Es war für ihn so, als würde einfach ein Teil von ihm fehlen. Ein Teil der ihn ausmachte. Doch wer wusste was hier überhaupt noch so möglich war, er war ja auch zurück, Lady war zurück und man konnte nicht wissen, was diese Welt noch für die beiden bereitet hatte.
 
Das Ramsay Jon nicht ansprach, wäre wohl eher klar gewesen, doch er wollte es einfach wissen, wie seine Frau darüber so wirklich dachte. Er kommentierte nichts, hörte ihr dann weiter zu, was Sansa über Daenerys sagte. Ramsay hatte damit gerechnet, dass Sansa Daenerys nicht vertraute, was verständlich war, wenn man die Vergangenheit des Hauses Starks anguckte. Aerys war es gewesen, der die Onkel der Starks bei lebendigem Leibe verbrannt hatte. Wer sagte, dass Daenerys nicht auf den richtigen Moment wartete, um das Haus Stark auszulöschen. Sie hatte ja auch zwei Drachen, die hier sicher irgendwo noch herum flogen und mordeten. Zuzutrauen wäre es diesen Wesen schon. Ramsay hatte damals Drachen sehr interessant gefunden.
Leicht musste er aber dann doch schmunzeln, als sie einen Satz sagte. “Wer das wohl war hmm?“fragte er dann und sah dann aber zu Sansa, die ihn misstrauisch ansah. “Keine Sorge, ich hab nicht vor, dich durch die Drachenkönigin zu ersetzen Sansa“ sagte er dann aus Spaß einfach und blickte dann gerade aus. “Was ich von der ganzen Sache halte? Nun, ich würde bei einer Targaryen, die einfach so ist, alles erwarten, immer bereit sein, dass sie zuschlagen kann. Es würde da eine kleine Meinungsverschiedenheit zwischen Jon und ihr reichen. Sie müsste nur denken, dass er sie verrät und schon würde alles in sich einstürzen, du kennst sicher Jorah Mormont, als sie rausgefunden hat, dass er ein Verräter ist, hat sie ihn verbannt, außerdem sehen sie viele in Essos als Monster an. Sie ist nicht nur die Gute, ich denke da steckt doch sehr viel Wahnsinn dahinter. Man sollte, wenn es möglich ist, immer ein Auge auf sie haben, ansonsten könnte das ganz schnell nach hinten losgehen. Alleine die Tatsache, dass Jon in Sachen Thron natürlich ein Hindernis sein würde, sie würde nie freiwillig auf den Thron verzichten befürchte ich.“ sagte er dann während er nach vorne schaute.
Wenn er so darüber nachdachte, dann war Daenerys Targaryen ein Gegner, der schwer zu durchschauen war. Ramsay würde da eher auf Nummer sicher gehen und sie hinterrücks erstechen, einfach zur Sicherheit. Außerdem, wer wusste, wie sich Daenerys mit Sansa verstehen würde, wenn sie irgendwann aufeinander treffen würden. Unvermeidbar war das sicherlich nicht. Irgendwann, wann auch immer das sein würde, würde sich eher alles entscheiden. Bekannt war ja auch, dass Daenerys den Thron wollte, auf alle Fälle, nicht umsonst war sie eigentlich so weit gekommen.
 
Ramsay fiel es aber auf, dass Sansa von der Denkweise langsam wie er tickte. Ob er jetzt darauf stolz sein sollte? Man konnte es so oder so sehen. Entweder sie verstand ihn dann besser, wusste wie er tickt. Auf der anderen Seite aber jedoch, war sie dann eine Person, die ihn durchschauen konnte, gefährlich war und ob Ramsay das so gut finden sollte, war abzuwarten. Er freute sich aber irgendwie schon, dass Sansa nicht mehr dieses schwarzweiß Denken hatte. Es würde doch zu nichts führen. Naiv war sie damals gewesen, als man sie zu ihm brachte. So naiv und leicht zu manipulieren. Jetzt sah Ramsay in Sansa eine Selbstbewusste Person, die auch gefährlich sein konnte. Man sollte sie sicher nicht unterschätzen.
 
“Jon ist mehr Stark als Targaryen, jedenfalls habe ich den Eindruck, er hat andere Werte vermittelt bekommen, hatte eine Familie und ist einen anderen Weg gegangen, in ihm mag Targaryenblut fließen, doch muss er nicht zwingend auch wie einer werden, das liegt ganz bei ihm und was genau er an sich ran lässt. Man könnte auch sagen, du seist wie ich, doch ich bin eher der Einfluss, der dich dazu gemacht hat. Jon wurde ja nicht von Targaryens geprägt“ sagte Ramsay und sah sie dann an. Er fand, dass Jon wirklich mehr Stark als Targaryen war. Er war immerhin auch ganz anders aufgezogen und hatte nie was in seiner Vergangenheit mit irgendeinem aus der Familie der Targaryen zutun gehabt.
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