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Unverhofftes Wiedersehen - Seite 3


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 Unverhofftes Wiedersehen

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AutorNachricht
Sansa Bolton*
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BeitragThema: Re: Unverhofftes Wiedersehen   Sa Okt 13 2018, 02:34

Als Sansa stehen blieb und Ramsay zum Stehenbleiben brachte, indem sie ihre Hand um sein Handgelenk geschlossen hatte, sah der Dunkelhaarige auf sie herab. Wieso hatte sie ihren Mann überhaupt zum Stehen bleiben bringen wollen? Weil sie seine Narben gesehen hatte? Die Narben, für die sie verantwortlich war? Es stimmte. In Winterfell hatten Ramsays Schreie Sansa Genugtuung gegeben. Was hatte die Rothaarige erwartet? Dass Ramsay ihr einfach vergeben würde? Er war nie der Typ Person gewesen, der schnell vergab. Die rothaarige Bolton schätzte, dass es bei ihr ebenfalls nicht anders sein würde. Ramsay gab ein leises Schnauben von sich als sie ihm sagte, dass es ihr leid tat. Er nahm ihre Hand als diese über seine Narbe strich. Seine durchdringenden, intensiven, grauen Iriden legten sich auf die strahlend, blauen Augen der Rothaarigen. "Es ist passiert und da kann man nichts ändern, nicht mal du.", gab der Dunkelhaarige schroff von sich. Eine andere Reaktion hatte Sansa zwar nicht erwartet doch verletzte sie diese Antwort trotzdem. Aber wie gesagt, was hatte die junge Lady erwartet? Dass er ihr augenblicklich vergab? Die rothaarige Lady wandte ihren Blick ab. "Damit hast Du recht. Besonders nicht Ich.", erwiderte sie bevor sie ihre Hand aus Seiner löste und ihren Weg fortsetzte. Lady, die ebenfalls stehen geblieben war, blickte zwischen ihrer Herrin und dem Dunkelhaarigen hin und her bevor sie sich eilig in Bewegung setzte und der Rothaarigen folgte.

Ein weiteres Mal spürte Sansa den Blick ihres Mannes auf sich, den er jedoch kurz darauf wieder abwandte. "Du musst dann aber sehr viel Fleisch kaufen, sie wird größer.", meinte Ramsay bevor er seinen Blick wieder auf die Rothaarige richtete. Sansa wandte dem dunkelhaarigen Bolton ihren Blick zu bevor sie ihn auf Lady richtete. Für einen Moment sah die junge Frau die Schattenwölfin stumm an. "Ich weiß...", erwiderte sie während sie die Wölfin betrachtete. "Ich habe ihr vor zwei Wochen erst ein neues Halsband besorgt. Sie bringt mich bald zum Verzweifeln. Ich möchte ihr nicht wieder einen Strick um den Hals binden müssen wie in unserer Heimat, wenn ich mit ihr nach draußen gehe.", fuhr die rothaarige Lady mit einem leisen Seufzen fort bevor sie ihren Blick wieder anhob. Sie richtete ihre strahlenden Iriden wieder auf die rauchgrauen Augen ihres dunkelhaarigen Mannes. "Und Du hast Erfahrung mit Schattenwölfen, ja?", fragte die Rothaarige mit einem leicht amüsierten Unterton in ihrer Stimme.

Warum und wieso Ramsay Sansa auf Jon ansprach, wusste die Rothaarige nicht zu beantworten. Hatte er sie aus dem Konzept bringen wollen? Tatsächlich hatte er das oft auf Winterfell geschafft. Hatte er sie erinnern wollen, dass die rothaarige Lady keine Geschwister mehr besaß? Zumindest nicht in dieser Welt. Oder... hatte der dunkelhaarige Lord wissen wollen, wie Sansa tickte? Sie wusste wie ihr Mann dachte, wollte er dasselbe über sie herausfinden?
Stumm hörte Ramsay den Überlegungen, der Meinung seiner rothaarigen Frau zu. Ihr Verdacht bestätigte sich, dass der ehemalige Bastard mehr über ihre Denkweise wissen wollte. Über ihre neue, taktische Denkweise, die sich so sehr unterschied von ihrer naiven, gutgläubigen Denkweise. Nicht nur, weil Daenerys Sansa, ihren Bruder, jeden, der ihr nicht gefiel, mit einem einzigen Befehl in einen Haufen Asche verwandeln konnte, mochte Sansa die Targaryen nicht. Auch wegen der gemeinsamen Vergangenheit ihres und des Hauses der Mutter der Drachen. Aerys Targaryen, Daenerys Targaryens Vater, war wahnsinnig gewesen. Wer konnte wissen, ob die Drachenkönigin ihrem Vater folgen würde?
Auf Sansas Worte hin breitete sich ein Lächeln auf Ramsays Gesicht aus. Die Rothaarige blickte ihren dunkelhaarigen Mann ruhig an. Damals hatte die rothaarige Bolton den Worten ihres Mannes zugestimmt. Ehrlichkeit in der Ehe... Ramsay hatte die Rothaarige nie angelogen, soweit sie sich erinnern konnte. In Winterfell hatte sie mehr Angst vor ihm gehabt weshalb sie nicht auf Lügen geachtet hatte. Doch im Nachhinein gesehen, erkannte Sansa, dass ihr Mann sie tatsächlich nie angelogen hatte. "Wer das wohl war hmm?", fragte Ramsay während er seine rothaarige Frau anblickte. Misstrauisch hatte sie ihrem Mann entgegen geblickt. "Keine Sorge, ich hab nicht vor, dich durch die Drachenkönigin zu ersetzen Sansa.", sagte der Dunkelhaarige scherzhaft. Etwas in ihrem Inneren zog sich bei diesem Gedanken zusammen, nahm ihr beinahe die Luft zum Atmen und trieb ihr beinahe Tränen in die strahlenden Augen. Dieser Gedanke allein schmerzte sie wahnsinnig doch wieso? Es war doch nur ein kleiner Teil bisher, der Gefühle für den ehemaligen Bastard zu entwickeln schien. Oder... war Sansa bereits dabei wieder Gefühle für den Lord zu entwickeln? Ihre Mundwinkel hoben sich zu einem leichten Lächeln auf seinen Scherz hin. "Was ich von der ganzen Sache halte? Nun, ich würde bei einer Targaryen, die einfach so ist, alles erwarten, immer bereit sein, dass sie zuschlagen kann. Es würde da eine kleine Meinungsverschiedenheit zwischen Jon und ihr reichen. Sie müsste nur denken, dass er sie verrät und schon würde alles in sich einstürzen, du kennst sicher Jorah Mormont, als sie rausgefunden hat, dass er ein Verräter ist, hat sie ihn verbannt, außerdem sehen sie viele in Essos als Monster an. Sie ist nicht nur die Gute, ich denke da steckt doch sehr viel Wahnsinn dahinter. Man sollte, wenn es möglich ist, immer ein Auge auf sie haben, ansonsten könnte das ganz schnell nach hinten losgehen. Alleine die Tatsache, dass Jon in Sachen Thron natürlich ein Hindernis sein würde, sie würde nie freiwillig auf den Thron verzichten befürchte ich.", meinte der dunkelhaarige Bolton während er geradeaus blickte. Ramsay besaß ähnliche Gedanken wie seine rothaarige Frau.
Wenn Sansa so darüber nachdachte, fiel der Rothaarigen auf, dass sie tatsächlich begann wie ihr Mann zu denken. Ein Gedanke, der die junge Lady früher beunruhigt hätte. Mittlerweile begann die Rothaarige den Dunkelhaarigen langsam zu verstehen. Vielleicht war es doch ganz gut, dass sie seine Denkweise angenommen hatte. Ein weiterer Beweis dafür, dass Ramsay ihren neuen Charakter erschaffen hatte. "Jon ist mehr Stark als Targaryen, jedenfalls habe ich den Eindruck, er hat andere Werte vermittelt bekommen, hatte eine Familie und ist einen anderen Weg gegangen, in ihm mag Targaryenblut fließen, doch muss er nicht zwingend auch wie einer werden, das liegt ganz bei ihm und was genau er an sich ran lässt. Man könnte auch sagen, du seist wie ich, doch ich bin eher der Einfluss, der dich dazu gemacht hat. Jon wurde ja nicht von Targaryens geprägt.", meinte Ramsay, seine rauchgrauen Iriden auf die rothaarige Bolton gerichtet. Die Worte des dunkelhaarigen Bolton brachten Sansa zum Überlegen. Tatsächlich schien Jon mehr von seiner Mutter, mehr von Sansas Tante geerbt zu haben. Ein Gedanke, der die Rothaarige beruhigte. Die junge Lady nickte ein paar Mal. "Ich sehe das genau so. Jon... scheint mehr von meiner Tante geerbt zu haben als von seinem Vater.", meinte die Rothaarige zustimmend bevor sie ihre strahlenden Seelenspiegel auf die durchdringenden, grauen Iriden richtete. Leicht begann die rothaarige Lady den Kopf zu schütteln. "Du magst Einfluss auf mich genommen zu haben und meinen Charakter verändert zu haben doch das bedeutet nicht, dass ich bin wie Du, Ramsay.", erwiderte die Rothaarige ruhig. Beinahe etwas zu ruhig. In einer anderen Situation hätte ihre eisige Ruhe gefährlich, bedrohlich wirken können. Doch dann verzogen sich ihre Lippen zu einem Lächeln. "Scheinbar muss ich mich aber bei Dir bedanken. Durch Deine Lektionen habe ich mich wohl weiter entwickelt.", meinte die Rothaarige lächelnd während ihre schönen, blauen Augen einen undeutbaren Ausdruck angenommen hatten.

Nach einiger Zeit blieb Sansa kurz vor einer Schiebetür stehen. Diese moderne Technik. Es gab sogar Türen, die sich von selbst öffneten. Als sich die Tür vor ihr öffnete, betrat sie das Einkaufszentrum. Noch immer war es ungewohnt für die rothaarige Lady selbst einkaufen zu gehen doch gewöhnte sich die junge Lady langsam daran. Sie wandte sich an die Schattenwölfin. Leise, fast unhörbar seufzte die rothaarige Bolton. Es gefiel ihr nicht Lady allein zu lassen. Nicht nachdem sie ihr beinahe für immer genommen worden war. Die junge Frau schluckte einmal bevor sie ihren Blick von der Schattenwölfin löste, die sich auf ihr Hinterteil sinken ließ. Langsam wanderten ihre schönen, blauen Augen zu Ramsay. Kurz zögerte die Rothaarige doch schien die Seite in ihr, die dem dunkelhaarigen Bolton immer mehr zu vertrauen schien, die Rothaarige geradezu anzuschreien, dass sie ihm vertrauen sollte. So sah die junge Lady noch einmal zu der Wölfin bevor sie ihre Mann wieder anblickte. "Könntest Du mir einen Gefallen tun? Würdest Du auf sie aufpassen bis ich wieder da bin? Ich... würde sie ungern allein lassen.", sagte die Rothaarige unsicher an den Dunkelhaarigen gewandt. Lady war Sansas Ein und Alles - besonders nachdem sei die Schattenwölfin jahrelang für tot gehalten hatte. So fiel es ihr sichtlich schwer die Wölfin allein hier sitzen zu lassen während sie zum Einkaufen ging. "Ich komm auch sofort wieder her, wenn mir schwindelig wird.", fügte die junge Lady hinzu.
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Ramsay Snow
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BeitragThema: Re: Unverhofftes Wiedersehen   Mo Okt 15 2018, 22:41

Ramsay sah dann auch schon zu Lady und nickte kurz. Es war verständlich, dass Sie das nicht wollte. Es wäre ja eine Zumutung, dass Lady mit einem Strick raus geführt werden musste. “Und was ist, wenn du sie richtig abrichtest, sodass sie auch ohne Leine neben dir läuft, dann wäre ein Halsband nur von Nöten, da bräuchtest du dann keinen Strick.“ sagte er dann kurz nachdenklich und sah sie dann aber an. “Natürlich kenne ich mich aus, ich hab mich auch damit beschäftigt, du kannst dir sicher denken, dass meine Hündinnen auch Schattenwölfe gejagt und getötet haben. Wüsste ich nichts darüber dann könnten das auch meine Ladys nicht“ sagte er dann auch schon und legte leicht den Kopf schief.
 
Dann sah er aber auch schon zu ihr. Ja das mit Jon und Daenerys war wirklich etwas was Ramsay interessierte. Immerhin hatte er damals immer von Daenerys gehört, dass diese eher auf Frauen stand oder es gerne mit Frauen machte da sie ja eh nicht schwanger werden konnte und die Männer ihr einfach schlichtweg zu Müde wurden. Daenerys war eine Frau die eigentlich alles hatte, doch das sie sich ausgerechnet Jon Snow ausgesucht hatte, hatte Ramsay doch sehr. Doch was interessierte es ihn, was Jon tat. Eigentlich war seine Sorge eher, dass Daenerys auf Sansa eher mit Argwohn begegnete und sie vielleicht tötete. Das könnte er nicht verkraften. Er hatte sie einmal so gesehen schon verloren. Und Daenerys hatte zwei Drachen, Drachen die auf einen Befehl hin, ganze Städte bis auf die Grundmauern niederbrennen konnte. Klar war Daenerys wohl anziehend, doch so wirklich Interesse hatte er nie für sie gehabt. Ihm war es lieber, im Norden zu bleiben, jemanden der im Norden geboren war und anders tickte. Sansa tickte wie er, ein wenig auch wie Cersei und Tyrion. Seiner Meinung nach, wäre Sansa eine bessere Königin der Königslande. Doch das würde bedeuten, dass sich alles wieder ändern würde. Zu etwas was ihm sicher nicht gefiel. “Man wird ja bald sehen, in welche Richtung die beiden gehen werden, entweder ziehen sie an einem Strang oder eben entzweien sich, wo ich eher Zweiteres Denke. Daenerys ist jemand der alles will, egal was passiert…“ sagte er dann auch schon und sah dann Sansa an. Sie hatte die Denkweise von ihm selbst sehr angenommen, doch das hieß, sie hatte Feinde und wer sagte, dass nicht Daenerys sie als Feind bald ansehen würde. Sansa war eine Frau geworden, die schwer durchschaubar sein würde. Sehr schwer. Selbst Ramsay war schwer einschätzbar. Doch lächelte er dann, als sie meinte dass sie sich bei ihm Bedanken müsste. “Naja nicht alles was ich dir Antat war richtig Sansa...“ sagte er dazu auch schon. Er meinte die Sachen, die er nicht ansprach. Die Sachen die dafür sorgten, dass sie ihn hasste bis aufs Blut, das wollte er nicht hochkochen lassen. Er wäre eher dumm es dann wieder zu erwähnen. Er selbst sah nicht mehr gerne in die Vergangenheit,
 
Dann blickte er aber zu der Tür die sich selbst aufmachte. Diese Türen waren für ihn ein Rätsel. Bis jetzt fragte er sich, wie das ging. Wäre er ein Mensch, dann wäre er sogar gegen so manche Tür gelaufen weil viele aus Glas waren. Doch ein Glück das er ein Geist war. So konnte er durch dieses dumme Glas einfach hindurch laufen. Besser als dagegen zu laufen.
 
Er sah dann aber Sansa an, als sie eher vorsichtig fragte ob er ihr einen Gefallen tun könnte. Kurz nickte er und runzelte die Stirn und sah dann zu Lady. “Solange sie hier bleibt, von mir aus und sie mich nicht zerfetzen will oder wegrennt“ sagte Ramsay dann und blickte sie dann an. Er verengte die Augen. Denn eigentlich hatte er geplant, sie auch rein zu begleiten, da er ja nicht wusste, auf wen sie da drin treffen würde. Dann könnte er schlecht eingreifen, doch er konnte sie auf der anderen Seite auch nicht wie ein Tier behandeln, dass an einer Leine lief. Damals hätte er es getan, doch nun? Er hatte sich da auch geändert, er sorgte sich eher um sie, erst recht wegen der Wunde die sie bis jetzt immer noch hatte. Es gefiel ihm zwar nicht, dass sie alleine da reingehen wollte, nickte dann aber widerwillig. Zeigte nicht dass es ihm nicht gefiel, was sie davor hatte. Er konnte es ihr schlecht verbieten. “Nagut, ich pass auf Lady auf und du kommst wirklich sofort wieder, wenn dir schwindlig wird Sansa“ sagte er dann mit Nachdruck. Es war wirklich komisch für ihn, dass er sich so um sie sorgte, kannte das von sich eigentlich so gut wie gar nicht. Er sorgte sich eigentlich nur um sich selbst, doch nach den Ereignissen, wusste er nicht wirklich, ob es so gut war, Sansa unbeaufsichtigt zu lassen. Seine Sorge darüber, dass etwas im Laden passieren könnte, sagte er ihr nicht, wollte ihr das Einkaufen ja auch nicht vermiesen.
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Sansa Bolton*
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BeitragThema: Re: Unverhofftes Wiedersehen   Fr Okt 19 2018, 00:14

Auf ihre Worte hin nickte Ramsay kurz. "Und was ist, wenn du sie richtig abrichtest, sodass sie auch ohne Leine neben dir läuft, dann wäre ein Halsband nur von Nöten, da bräuchtest du dann keinen Strick.", meinte der Dunkelhaarige nachdenklich. Sansa sah zu der Schattenwölfin. "Als Vater sie und ihre Geschwister nach Hause gebracht hat, wollte er von meinen Geschwistern und mir, dass wir sie selbst abrichten und füttern.", erwiderte die Rothaarige während ihr strahlender Blick auf der Wölfin lag. Zu Hause hatte Lady auf die rothaarige Bolton gehört. Mittlerweile schnappte sie manchmal nach der Hand ihrer Herrin, wenn Diese sie fütterte. Sansa war dieses Verhalten ihrer Wölfin fremd. Lady war wohlerzogen, loyal, brav. Nun war sie teilweise aufsässig, rebellisch. Dennoch wusste die Rothaarige, dass die Schattenwölfin ihre Herrin niemals verlassen oder zulassen würde, dass man ihr weh tat. "Natürlich kenne ich mich aus, ich hab mich auch damit beschäftigt, du kannst dir sicher denken, dass meine Hündinnen auch Schattenwölfe gejagt und getötet haben. Wüsste ich nichts darüber dann könnten das auch meine Ladys nicht.", erwiderte Ramsay bevor er seinen Kopf leicht schief legte. Sansa löste ihren Blick von Lady und richtete ihn wieder auf ihren Weg. "Dann wünsch ich Dir schon mal viel Spaß mit ihr. Wenn Du länger in meiner Wohnung bleibst - und da bin ich mir sicher - wird sie lernen müssen auch auf Dich zu hören. Nur eine Regel: Sie wird nicht geschlagen, auch wenn sie etwas nur langsam versteht.", fügte die Rothaarige mit schneidend scharfer Stimme hinzu.

Zugegeben, es war ein Schock für Sansa gewesen von Jons wahrer Abstammung zu erfahren. Jahrelang hatte ihr Vater ihrer Familie und ihr weismachen wollen, dass Jon sein Bastard war. Dabei war er der rechtmäßige Erbe des Eisernen Throns. Die Rothaarige hatte früher davon geträumt Königin zu sein. Doch als sie mitbekommen hatte, was in Königsmund vor sich ging, war ihr einziger Wunsch gewesen, so weit es ging fort von diesem Ort zu sein. Sansa wusste allerdings auch, dass Jon niemals König hatte sein wollen. Doch war er zum König des Nordens ausgerufen worden. Wider ihren Warnungen hatte sich der Schwarzhaarige auf Daenerys eingelassen. Von Anfang an war die Mutter der Drachen der rothaarigen Bolton nicht ganz geheuer gewesen. Jon hatte einmal einen ihrer Ratschläge missachtet und hätte beinahe mit seinem Leben bezahlt. Doch dass der König des Nordens so dumm war, noch einen Ratschlag zu ignorieren, ging über das Verständnis der Rothaarigen hinaus. Daenerys und sie könnten aufgrund ihrer unterschiedlichen Charakterzüge aufeinander stoßen. Wer würde wohl gewinnen. Die Lady mit einer Schattenwölfin oder die Nachkommin des irren Königs, die zwei Drachen befehligte. Noch war der Vorteil auf Sansas Seite, da Daenerys Drachen scheinbar nicht hier waren. Doch würde sich das Blatt schnell wenden, wenn die zwei Drachen in dieser Welt auftauchen würden. "Man wird ja bald sehen, in welche Richtung die beiden gehen werden, entweder ziehen sie an einem Strang oder eben entzweien sich, wo ich eher Zweiteres Denke. Daenerys ist jemand der alles will, egal was passiert…", meinte Ramsay bevor er seine rauchgrauen Augen auf die Rothaarige legte. Sansa nickte langsam. "Und Jon wird es wieder erst in letzter Minute realisieren. Dann wird es wieder an mir sein, seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen.", meinte die rothaarige Bolton bevor sie Ramsay aus dem Augenwinkel ansah. "Oder wer denkst Du, hat die Ritter des Grünen Tals zu eurer Schlacht geführt?", fragte sie bevor sich ihre Lippen zu einem leichten Lächeln verzogen. "Ich habe Jon gewarnt, dass genau das passieren wird aber er wollte nicht hören. Ohne seine Kenntnis habe ich Kontakt zu Lord Baelish aufgenommen.", fügte die Rothaarige lächelnd hinzu bevor sie ihren Blick wieder abwandte. Ja... Sie konnte berechnend sein, wenn sie wollte. Sie lernte - zwar langsam aber sie tat es. Und wuchs an jeder Lektion sonst wäre Sansa bereits innerlich zerbrochen. Sie konnte gnadenlos, kaltblütig sein, wenn sie es wollte. Auf ihre Worte hin, dass sie Ramsay wohl danken sollte, lächelte er. "Naja nicht alles was ich dir Antat war richtig Sansa...", sagte er. Die rothaarige Bolton wandte ihrem dunkelhaarigen Mann ihren strahlenden Blick zu bevor sie eine Augenbraue hochzog. "Nicht alles? Du untertreibst, mein Lieber.", meinte sie amüsiert. Wieso sich ihre hasserfüllte Seite nicht gemeldet hatte, verstand die junge Lady gerade selbst nicht. Stattdessen schien sich die Seite gemeldet zu haben, die Vertrauen zu Ramsay fasste. Die bemerkte, dass noch andere Gefühle außer Hass und Verachtung in ihr aufkeimten, wenn er in ihrer Nähe war. Und diese Seite schien immer stärker zu werden, immer mächtiger. Sie schien ihre hasserfüllte Seite niederzuringen, mit Leichtigkeit.
Auf ihre Frage hin nickte Ramsay bevor er die Stirn runzelte und zu Lady sah. "Solange sie hier bleibt, von mir aus und sie mich nicht zerfetzen will oder wegrennt.", erwiderte der Dunkelhaarige bevor er seinen durchdringenden Blick wieder auf die rothaarige Lady legte. Diese konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen bevor sie ihren strahlenden, blauen Blick von seinem Durchdringenden abwandte und auf Lady richtete. "Sie wird nicht weglaufen. Weil ich hier bin.", erwiderte sie lächelnd bevor sie der Wölfin über den großen Kopf strich. Dann hielt sie ihren Zeigefinger warnend hoch. "Lady, sitz.", befahl die Rothaarige. Die Wölfin ließ ein leises Geräusch hören bevor sie sich auf ihr Hinterteil sinken ließ. Sansa lächelte bevor sie sich wieder aufrichtete. "Nagut, ich pass auf Lady auf und du kommst wirklich sofort wieder, wenn dir schwindlig wird Sansa.", erwiderte Ramsay nachdrücklich. Die junge Frau nickte ein paar Mal. "In Ordnung.", stimmte die junge Lady zu. "Sollte sie unruhig werden, genügt es Lady hinter ihrem rechten Ohr zu streicheln. Es beruhigt sie.", erklärte die rothaarige Bolton bevor sie kurz zu der durchsichtigen Tür sah. "Ich beeil mich auch.", sagte sie bevor sie sich zum Gehen wandte und im Gebäude verschwand.
Die junge Lady hatte das Gefühl beobachtet zu werden. Hatte Ramsay Lady doch allein gelassen, um ihr zu folgen? Wenn er das getan hat, kann er sich auf etwas gefasst machen!, meinte sie stumm. Wenn es um die Schattenwölfin ging, verstand Sansa wenig Spaß. Besonders nicht nachdem ihr Vater sie beinahe getötet, beinahe hingerichtet hätte obwohl Lady absolut unschuldig gewesen war. Die rothaarige Lady sah vorsichtshalber über ihre Schulter. Doch da war niemand. Es wäre auch denkbar gewesen, dass sich ihr dunkelhaariger Mann unsichtbar gemacht hätte. Sansa spürte wie sich Nervosität in ihrem Körper breit machte, gefolgt von einem Hauch Angst und Panik. Sie schluckte einmal bevor sie um eine Ecke biegen wollte. Hart stieß sie mit jemand Größerem zusammen. Jemand Größerem und Kräftigerem. "Verzeihen Sie bit..." Das Wort blieb ihr im Hals stecken als sie ihre strahlenden Iriden auf die große, kräftige Gestalt richtete. Etwas längeres, braunes Haar, verbrannte rechte Gesichtshälfte... Mehr brauchte Sansa nicht zu sehen, um zu wissen, wem sie gegenüber stand. Erinnerungen an ihre Zeit in Königsmund kamen in der rothaarigen Lady hoch als sich ihr Herz vor Angst zusammenzog. "Kleiner Vogel.", sagte der kräftige Mann mit seiner tiefen Stimme. Zitternd atmete Sansa ein. "Bluthund.", erwiderte sie mit leichtem Zittern in ihrer Stimme. Ihr Gegenüber blieb ernst als er einen Schritt vortrat. Reflexartig machte die rothaarige Bolton einen Schritt zurück. "Was... wollt Ihr von mir?", fragte sie mit erneut zitternder Stimme. "Der König schickt uns.", erwiderte der Bluthund. Uns? Die Rothaarige blickte an dem Bluthund vorbei und erblickte eine weitere Gestalt, die sie niemals wiedersehen wollte. Ser Meryn Trant. Er hatte sie oft genug auf Joffreys Befehl hin geschlagen und vor der Gesellschaft in Königsmund bloßgestellt. Sansas Blick wanderte zum Ausgang, der nicht weit entfernt war. Der Bluthund folgte ihrem Blick nicht einmal. "Es wird Dir nichts bringen, kleiner Vogel.", erwiderte der hochgewachsene, kräftige Mann. Die Rothaarige schluckte einmal bevor sie einen weiteren Schritt zurückwich. Der Bluthund griff nach ihrem Arm doch zog sie ihn rechtzeitig weg. Ja, Sansa lernte. Sie begann zu laufen, wich auch Ser Meryns Hand aus als dieser nach ihr greifen wollte. Sansa schaffte es zum Ausgang. Die Tür öffnete sich. Sie lief nach draußen bevor sie sich zu ihren Verfolgern umdrehte. "Du machst es Dir nur schwerer, kleiner Vogel. Der König erwartet seine Verlobte.", meinte der Bluthund seufzend. Die rothaarige Bolton holte ein weiteres Mal zitternd Luft. "Ich... habe nicht vor noch einmal zu Joffrey zu gehen.", meinte sie bevor sie einmal schluckte. Der Bluthund setzte zu einer Antwort an doch noch wollte Sansa ihn nicht antworten lassen. Noch erlaubte sie dem Bluthund nicht zu antworten. "Ich bin bereits verheiratet. Ich bin Lady Sansa Bolton von Winterfell. Mein Mann ist Lord Ramsay Bolton, Erbe von Winterfell und Grauenstein und Wächter des Nordens. Sagt das Eurem König, Bluthund.", erwiderte sie während sie den Bluthund unverwandt anblickte. Dieser ließ ein Lachen hören. Sansa kniff ihre strahlenden Iriden ein wenig zusammen. "Ihr kennt den König schon recht gut. Denkt Ihr nicht, dass er sich nehmen wird, was er als sein Eigentum betrachtet?", fragte der Bluthund belustigt. Sansa ballte ihre Hände zu Fäusten bevor sie einen Schritt vortrat. "Ich bin Niemandes Eigentum.", erwiderte sie erzürnt. Scheinbar überrascht von ihrer Reaktion sah der Bluthund die Rothaarige an. Ein Schlag von der Seite traf auf Sansas Wange. Vor ihren Augen explodierte ein roter Blitz als sie zu Boden ging. Dabei spürte sie ein Stechen in ihrem Bauch. Und etwas Nasses an ihrem Bauch. Die rothaarige Bolton blickte schwer atmend zu ihrem Bauch. An der Stelle, an der sich ihr Bauch befand, färbte sich ihr weißes Kleid blutrot. Sie begann zu husten bevor sie Luft holte. "Lady!", stieß sie laut aus. Der Bluthund blickte belustigt auf die rothaarige Lady herab. "Erinnert Ihr euch nicht? Euer kleiner Schoßhund ist tot. Hingerichtet von Eurem Vater.", meinte er amüsiert. Kurz darauf ertönte ein lautes Knurren bevor etwas zwischen Sansa und den kräftigen, hochgewachsenen Mann sprang. Scheinbar überrascht trat der Bluthund einen Schritt zurück. Doch hatte der Bluthund die Rothaarige oft genug gerettet. Gegen ihn hegte sie keinen Groll. Zumindest weniger als gegen den Mann, der sie gezwungen hatte den abgetrennten Kopf ihres Vaters anzusehen. Der Mann, der Joffrey oft genug geholfen hatte sie vor der Gesellschaft Königsmunds bloß zustellen. Der Mann, der sie oft genug auf Joffreys Befehl hin geschlagen hatte und sie beinahe vor der Gesellschaft Königmunds entblößt hätte. Sansa richtete sich ein wenig auf. Ihre eiskalten, ausdruckslosen Iriden lagen auf der Gestalt dieses Mannes, den Sansa von Beiden am meisten hasste. "Lady... Fass... Bring...", setzte die rothaarige Bolton an bevor ihr Körper erneut von starkem Husten geschüttelt wurde. Als sie sich ein wenig beruhigt hatte, richtete sie ihre strahlenden, mordlustigen Augen wieder auf Ser Meryn. Ihre Iriden wirkten wie Eissplitter, die sich in sein Herz und seine Augen bohren würden. "Lady... Bring mir seinen Kopf!", befahl Sansa während ihre strahlenden Iriden sich in Ser Meryns Gestalt bohrten. Lady knurrte bevor sie absprang. Ihre messerscharfen Zähne schnappten ins Leere als Ser Meryn auswich. Eine große Hand schloss sich um Sansas Oberarm und zog sie auf die Füße. Scharf sog die Rothaarige die Luft ein als sie ihren Bauch bewegte. "Der König wird nicht erfreut sein, wenn wir ohne Euch zurückkehren, kleiner Vogel.", meinte der Bluthund ungerührt. Sansa versuchte ihren Arm loszureißen doch wurde sie immer schwächer. Vor ihren Augen verschwamm alles. Die rothaarige Bolton holte noch einmal tief Luft, nahm ihre gesamte, restliche Kraft zusammen. Sie würde nicht noch einmal zu diesem blonden Teufel zurückkehren. Nie wieder. "Hilf mir, Ramsay, bitte!", stieß die Rothaarige mit letzter Kraft aus bevor sie erneut von einem heftigen Hustenanfall geschüttelt wurde. Ein Blutrinnsal lief aus ihrem Mundwinkel hinab.
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Ramsay Snow
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BeitragThema: Re: Unverhofftes Wiedersehen   Mi Nov 28 2018, 17:42

„Sehe ich etwa für dich aus, als würde ich sie schlagen Sansa?“ fragte er sie dann einfach und lächelte kurz. „Keine Sorge, sie ist in guten Händen“ meinte er dann. Er würde sie nicht schlagen, immerhin hatte Lady ihm noch gar nichts gemacht und wenn sie ihn beißen wollen würde, wer sagte denn, das sie was zum Beißen bekommen würde. Ramsay konnte immerhin noch entscheiden, wer ihn berühren durfte, bevor Lady zuschnappen würde, würde er sich einfach wieder unsichtbar oder eher nicht greifbar für die Wölfin machen. Also hatte Ramsay da gar keine Sorge, dass Lady ihn angreifen könnte.

„So ist es eben Geschwister zu haben Sansa, einer muss immer dem anderen helfen, und ja ich weiß das du sie gerufen hast, hätte ich an deiner Stelle nicht wegen Petyr um ehrlich gesagt zu sein, ich hätte ja damals gesagt, dass er schlecht für dich ist, doch ob du es angenommen hättest ist eine andere Frage oder nicht?“ fragte er sie dann. In der Tat musste Ramsay doch für einen kurzen Augenblick staunen, als Sansa damals die Ritter des Grünen Tals gerufen hatte. Es war etwas gewesen, auf das Ramsay damals nicht vorbereitet war, denn ansonsten hätte er wohl noch die Hälfte seiner Armee bei sich behalten als Absicherung. Eine gute Sache hatte es ja, Jon dachte, er sei tot. So konnte es ja nicht passieren, dass Jon seiner Schwester Ramsay ausreden konnte. Wiederum könnte Sansa damit kontern, dass auch er sich nicht an die Warnung Sansas bezüglich Daenerys gehalten hatte. Wenn beide aufeinander treffen würden, dann wüsste Ramsay auch nicht, wie sie aufeinander reagieren würden. Daenerys schien in den Jahren im Exil grausam geworden zu sein. Immerhin verbrannte sie Menschen bei lebendigem Leibe und noch schlimmer war, dass sie sich für die Königin von Westeros, ob sie das sein sollte war fraglich. Wer wohl dann am Ende schlimmer war, Cersei oder Daenerys? Wer konnte das schon wissen. Bis jetzt schien es so, dass Daenerys geeigneter war, doch war sie in Westeros eben nicht aufgewachsen, sie kannte die Mentalität von den Leuten nicht.

Es überraschte Ramsay, dass die nicht hassende Seite von Sansa antwortete. Hatte er was verpasst oder hatte sich in Sansa etwas verändert? Ok er hatte ihr Leben gerettet, doch das war doch nicht genug, um das was er ihr angetan hatte, wieder gut zu machen. Nein, also irgendwas kam ihm da ja schon komisch vor. Irgendetwas hatte sich geändert. Hatte Sansa etwa wirkliche Gefühle für ihn? Das wäre das erste Mal, dass Sansa wirkliche Gefühle für Ramsay hatte, die nicht von böser Natur waren. Doch nickte er dann, er würde geduldig warten. Wenn Lady blieb weil Sansa in der Nähe war, dann war ja alles gut, jedenfalls hoffte das Ramsay. Er sah ihr nach, kraulte dann Lady hinter dem rechten Ohr. Dann sah er nur zum Eingang und wartete. Es vergingen Minuten, Minuten wo er nicht ahnte, was in diesen Geschehen war. Doch da sprintete Lady los. Das war ja klasse, ein Wolf im Supermarkt, am Ende würde das alles nur in Chaos versinken. Ramsay fuhr sich durchs Haar und wartete erstmal, vielleicht kam sie ja doch zurück? Doch weitere Minuten vergingen und Lady kam nicht.

Ein genervtes Knurren entkam der Kehle des Geistes und er war dann etwas kurz verwirrt. Hatte wer nach ihm gerufen? Er sollte vielleicht doch mal nach dem Rechten sehen. Irgendwie breitete sich in seiner Magengegend ein mulmiges Gefühl aus, so als ob etwas nicht stimmte. Sein Verdacht bestätigte sich, als er Sansas Stimme vernahm.

Ramsay wurde schneller, bog um die Ecke und erblickte Lady, Ser Meryn Trant und den Bluthund, der Sansa am Arm festhielt. Seine Sansa. Die vorerst grauen Augen färbten sich rötlich, fast schon tief rötlich. „Ich denke, hier liegt eine Verwechslung vor, ich denke kaum das der Bastard Joffrey noch anspruch auf Sansa Bolton hat, sie ist mit mir verheiratet, wohl habt ihr vergessen, dass die Hochzeit von Joffrey und Sansa annulliert wurde, sie existiert nicht mal mehr. Er hatte ja die Bitch aus der Reach geheiratet, mich wundert es aber, dass er nicht tot ist“ meinte Ramsay dann kühl und ein leichtes Grinsen war auf den blassen Lippen des Geistes zu sehen. Er sah dann zu Trant. Dann zu Lady und dann wieder zu Sansa und dem Bluthund. „Lady ist im übrigen kein Schoßhund, sie ist ein Schattenwolf, den einzigen Schoßhund den ich hier weit und breit sehe, seit ihr“ meinte Ramsay dann und klang nun eher amüsiert.
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Sansa Bolton*
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BeitragThema: Re: Unverhofftes Wiedersehen   Do Dez 06 2018, 23:25

"Sehe ich etwa für dich aus, als würde ich sie schlagen Sansa?", kam die Gegenfrage von Ramsay bevor er kurz lächelte. Nein, aber so als würdest Du mich schlagen. Die Rothaarige blinzelte einmal als sie spürte wie ihre hasserfüllte Seite aufzuwachen schien. "Keine Sorge, sie ist in guten Händen.", fügte der Dunkelhaarige hinzu. Die rothaarige Bolton räusperte sich leise während ihr schöner Blick auf die Schattenwölfin gerichtet war. Ein leichtes Lächeln lag auf ihren Lippen. "Ich weiß.", erwiderte sie mit sanfter Stimme.

"So ist es eben Geschwister zu haben Sansa, einer muss immer dem anderen helfen, und ja ich weiß das du sie gerufen hast, hätte ich an deiner Stelle nicht wegen Petyr um ehrlich gesagt zu sein, ich hätte ja damals gesagt, dass er schlecht für dich ist, doch ob du es angenommen hättest ist eine andere Frage oder nicht?", fragte Ramsay. Sansa nickte langsam. Es stimmte was der dunkelhaarige Bolton von sich gab. Noch während sie ihm stumm zustimmte, war sie überrascht solche Worte aus seinem Mund zu hören. Doch langsam erkannte sie es. Ramsay war kein Monster. Nicht von Geburt an zumindest. Sansa konnte nicht sagen, was ihn dazu gemacht hatte aber die Seite in ihr, die Vertrauen fasste, war stark genug, um die rothaarige Bolton zu einer Erkenntnis zu bringen. Wenn er es auch verstecken mochte, in ihrem dunkelhaarigen Mann war noch Gutes. Er zeigte es seiner rothaarigen Frau, ließ sie es erkennen, realisieren. Amüsiert ließ Sansa ein leises Schnauben hören. "Damals hätte ich auch nicht auf Dich gehört. Außerdem hatte mein Angriff mit den Rittern des Grünen Tals nichts mit Lord Baelish zu tun. Ich hab ihn mir nur warm gehalten falls ich einmal die Hilfe der Ritter des Grünen Tals brauche. Lord Baelish war nur Mittel zum Zweck.", erwiderte Sansa amüsiert. Als hätte sie jemals irgendwelche positiven Gefühle für Lord Baelish empfunden!

Nachdem ihre Wunde aufgeplatzt war, verschwamm immer wieder die Umgebung vor Sansas strahlend blauen Augen. Ihre Beine begannen zu zittern doch noch stand die rothaarige Bolton. Sie würde sich nicht die Blöße geben und zu Boden sinken! Die Rothaarige hatte schlimmeres überstanden. "Ich denke, hier liegt eine Verwechslung vor, ich denke kaum das der Bastard Joffrey noch anspruch auf Sansa Bolton hat, ist ist mit mir verheiratet, wohl habt ihr vergessen, dass die Hochzeit von Joffrey und Sansa annulliert wurde, sie existiert nicht mal mehr. Er hatte ja die Bitch aus der Reach geheiratet, mich wundert es aber, dass er nicht tot ist." Die Rothaarige spürte wie sich unwillkürlich ihre Lippen zu einem Lächeln verzogen. Er hatte sie gehört. Erleichterung erfüllte ihren schlanken Körper. "Lady ist im übrigen kein Schoßhund, sie ist ein Schattenwolf, den einzigen Schoßhund den ich hier weit und breit sehe, seit ihr.", meinte Ramsay amüsiert fort. Sansa konnte ein leises Lachen nicht unterdrücken. Ein schwaches, leises Lachen. Der Bluthund sah warnend auf sie herab. Während vor ihren Augen immer wieder alles verschwamm, blickte sie dem Bluthund unverwandt entgegen. "Lasst... mich los.", brachte die rothaarige Bolton mit vor Anstrengung leichtem Zittern in ihrer Stimme heraus. Sie hörte ein Knurren. Sansa richtete ihren blauen Blick auf Lady. Ser Meryn wich ihr aus als die Schattenwölfin absprang und trat ihr in die Seite. Mit leisem Winseln blieb die Wölfin liegen. Die Rothaarige spürte wie sich ihr Herz zusammenzog. Wut kam in ihr auf. Sie riss sich los bevor sie zu Lady stolperte. Erneut schloss sich eine Hand um das Handgelenk der rothaarigen Lady. "Du kannst schon gehen. Ich komm gleich nach.", hörte Sansa den Bluthund sagen. Vor ihren Augen begann sich die Umgebung zu drehen. Die Beine der rothaarigen Bolton gaben nach. Ser Meryn hob sie hoch - ein Arm unter ihren Kniekehlen, der andere Arm hinter ihrem Rücken - bevor er sich in Bewegung setzte. "Ramsay... Lady... verletzt...", brachte die Rothaarige mühsam heraus bevor ihr schwarz vor Augen wurde. Sansa bekam noch mit wie Meryn mit ihr in ein Auto einstieg - mittlerweile kannte sie die Namen für diese Gefährte.
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Unverhofftes Wiedersehen
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